Alles Glück, das wir nicht sehen…Wie Du mit einem einfachen Perspektivwechsel ein bewussterer und glücklicherer Mensch werden kannst.

Wie bewusste Wahrnehmung Dein Leben verändern kann- eine Anleitung zum Glücklichsein…

In diesem Artikel stelle ich Dir eine kleine, aber hochwirksame Übung aus meiner Praxis vor, mit der Du Deine Wahrnehmung aufs Gelingen ausrichten kannst um sehr viel mehr Lebensfreude zu empfinden. Außerdem zeige ich Dir, wie Du durch Meditation mehr Dankbarkeit spürst und dadurch zufriedener und glücklicher werden kannst. Aber Vorsicht, dieser Artikel könnte Dein Leben verändern…

Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten. Pearl S. Buck

 

Glück

Ach ja, das Glück, dieses flüchtige Etwas. Es ist wie ein Schmetterling. Meistens jagen wir ihm nach, dem begehrten Gefühl, dem herrlichen Zustand und immer scheint das Glück gerade dort zu sein, wo wir nicht sind. Kaum glauben wir es zu erhaschen, ist es schon wieder anderswo unterwegs….

Stattdessen haben wir ständig irgendwelche Probleme. Und dann sind wir meist traurig, über irgendetwas, dass wir gerade NICHT haben. Ist Dir das auch schon mal aufgefallen?

Wir bedauern ständig etwas, dass wir NICHT geschafft haben, etwas NICHT bekommen zu haben, irgendetwas NICHT verdient zu haben.

Die Liebe, das Geld, die Gesundheit, den Erfolg, die Aufmerksamkeit anderer Menschen- es gibt immer etwas, dass wir gerade NICHT oder nicht genug haben und von dem wir gerne mehr hätten. Also haben wir immer genügend Gründe, über all das NICHT-SEIN, NICHT-HABEN, NICHT-WERDEN, NICHT- KÖNNEN deprimiert zu sein. Und wenn wir in dieser Sichtweise des Mangels bleiben, hört dieser Negativ-Modus niemals auf. Wir haben Übung darin. Immerzu scheint etwas zu fehlen, zum perfekten Glück. Ganz schön traurig, oder?

Wieso eigentlich?

Weil wir unsere Wahrnehmung darauf trainiert haben. Unser Verstand funktioniert wie ein riesiger Biocomputer. Er tut genau das, worauf wir ihn spezialisiert haben. Wenn wir ihn beauftragen, nach all dem NICHT in unserem Leben zu suchen, dann wird er genau das tun. Er findet Gründe, uns traurig und besorgt zu machen. Absolut zuverlässig.

Psychologen nennen dieses Wahrnehmungsphänomen „Problemtrance“ und was dabei passiert, kannst Du in einem kleinen Experiment selbst herausfinden. Hier ist es:


 

kippbild-gesicht-vase

Wahrnehmungsexperiment:

1) Was siehst Du, wenn Du das Bild betrachtest?

2) Wahrscheinlich kannst Du zwei Gesichter erkennen. Oder aber Du siehst eine Art Vase oder Pokal. Es ist beides zu sehen, je nachdem, worauf Du Dich gerade konzentrierst.

3) Wenn Du jetzt versuchst, Vase UND Gesichter gleichzeitig in genau derselben Intensität wahrzunehmen, wirst Du etwas bemerken: es gelingt Dir nicht. Eins tritt immer in den Hintergrund. Du weisst zwar, dass es da ist, aber die Wahrnehmung des jeweils anderen Bildausschnittes bindet Deine Aufmerksamkeit.

Seltsam, oder? Der Grund dafür ist ganz einfach.


 

Unsere Wahrnehmung ist selektiv.

Unser Verstand kann seine Aufmerksamkeit nur auf jeweils eine Sache wirklich ausrichten. Darauf konzentrieren wir uns. Alles andere tritt in den Hintergrund und bleibt uns manchmal sogar komplett verborgen. Der Verstand blendet es dann schlichtweg aus. Wir sehen es nicht, obwohl es direkt vor unseren Augen ist.

Genauso wie in diesem kleinen Experiment mit Gesichtern und Vase verhält es sich auch im wahren Leben. Wir neigen dazu, problemorientiert zu denken. Unser Verstand ist es gewohnt, nach dem zu suchen, was gerade NICHT funktioniert, was wir NICHT haben, oder was gerade NICHT da ist. Und deshalb scheint es manchmal so, als würden uns die Probleme regelrecht verfolgen. Kaum sind ein paar gelöst, fehlt schon wieder etwas anderes. Nie ist es, wie es sein sollte! Wir leben im ständigen Mangel.

In Wirklichkeit aber entgeht uns dabei etwas ganz Entscheidendes. Denn während wir davon gelähmt sind, was wir gerade NICHT haben, übersehen oder ignorieren wir vollkommen was wir haben, was schön ist, was gelingt. Diesen Teil der Realität blenden wir dann schlichtweg aus. Unser Verstand spielt uns einen Streich, genau wie in dem Bild mit den Gesichtern und der Vase.

Uns so vergessen wir aus Versehen die Freude über das Glück, das jetzt in diesem Moment schon da ist. All die kleinen Dinge in unserem Leben, aus denen wir unsere Kraft und Energie schöpfen könnten und an die wir uns so sehr gewöhnt haben. Sie scheinen ganz normal, alltäglich. Aber sind Sie das wirklich?

Nichts in unserem Leben ist selbstverständlich und schon gar nichts ist für immer. Nicht der Partner an unserer Seite, nicht das Geld auf dem Konto, nicht der sichere Job, auch die Gesundheit nicht. Noch nicht einmal das Leben selbst. Nur merken wir das meist erst wie wertvoll uns Dinge, Menschen und Umstände sind, wenn wir sie NICHT mehr haben. Wenn uns etwas fehlt.


 

Wie also rauskommen aus dieser Falle der Problemorientierung?

Der Schlüssel zum Glück ist eigentlich ganz einfach. Er heisst DANKBARKEIT. Wir brauchen uns nur bewusst auf das auszurichten, was wir haben. Sobald wir unseren Verstand beauftragen uns all das zu zeigen, für das wir dankbar sein können in unserem Leben, erkennen wir wirklich den Wert dessen, was uns sonst so normal scheint. Wir ändern bewusst unsere Blickrichtung und werden achtsam, und das ändert unser gesamtes Erleben.

Hast Du Lust, das einmal auszuprobieren. Du kannst sofort damit anfangen. Es ist ganz einfach. Du brauchst Dir dazu nur die folgenden Fragen zu stellen. Das funktioniert am besten, wenn Du Dir ein paar Notizen machst.


 

Übung zur bewussten Ausrichtung der Wahrnehmung

1) Was in Deinem Leben hast Du jetzt, in diesem Moment über dass Du Dich freuen kannst? Vielleicht sind es die Sonnenstrahlen auf Deiner Haut, Dein Lieblingsfilm im Fernsehen, Deine Familie, der Umstand, dass Du gesund bist oder das freundliche Lächeln eines anderen Menschen. Denk einmal bewusst darüber nach, was gerade jetzt in Deinem Leben stimmt und in Ordnung ist. Lass Dich überraschen, was Du finden wirst,

2) Was hast Du schon erreicht oder geschafft, was gelingt Dir gut in Deinem Leben? In welchem Bereich läuft es?

3) Gibt es etwas, dass Dich stolz macht?

4) Welche Begegnung hat Dich zuletzt inspiriert oder berührt? Mit welchen Menschen fühlst Du Dich verbunden oder wohl?

Schau Dir jetzt einmal Deine Notizen an? Was fällt Dir auf? Wie fühlst Du Dich, wenn Du all das betrachtest, was Du jetzt schon hast?


 

Wir müssen nicht immer auf das große Glück warten.

Kleinigkeiten sind das, was uns glücklich macht. Die Kunst ist, sie bewusst wahrzunehmen, die schönen Momente zu sammeln wie kostbare Perlen.

Wenn wir immer zu dem großen Glück hinterher jagen,  wenn wir sie nicht sehen können was uns jetzt schon an Schönem, an Gelingendem und Hoffnungsvollem umgibt, dann fehlt uns die bewusste Wahrnehmung. Genaugenommen sind wir dann nicht da, unsere Wahrnehmung ist nicht im Jetzt und Hier.

Wir sind dann woanders, bei dem was wir nicht haben. Und das uns traurig macht.

Wir verpassen das Leben, wenn wir dem NICHT nachlaufen mit unserer Aufmerksamkeit. Wir warten und warten auf die Freude, das Glück, die Liebe. Dabei ist Sie immer schon da. Wir sehen Sie nur nicht.

Das Schöne lauert überall. Immer. Wenn Du willst, kannst Du es sehen und Deine Wahrnehmung auf Dankbarkeit ausrichten. Du kannst es trainieren. Wenn Du ein paar Tage lang, diese Wahrnehmungsübung machst, dann wird sich Deine Realität verändern. Viele meiner Klienten haben sich diese Übung zum persönlichen Ritual gemacht. Du kannst Sie als PDF am Ende des Artikels herunterladen.

Auch ich selbst sammle jeden Abend kurz die schönen Seiten des Tages und schreibe Sie in mein Achtsamkeitsbuch. Oft staune ich darüber, wie viele Schätze sich in meinem Leben finden lassen, selbst an Regentagen. Und an denen ist es ganz besonders wichtig 😉

Dankbarkeit und Liebe sind die stärksten Energien überhaupt. Eine sehr hilfreiche Methode ist es daher auch, sich täglich eine kurze Meditation in Dankbarkeit anzugewöhnen. Wenn Du Dich für ein paar Minuten ruhig hinsetzt, Deine Augen schließt und Dich auf das konzentrierst, was es Freude in Deinem Leben gibt, wird sich Dein Fokus verändern. Mach es zu Deinem Ritual und verändere Dein Leben.

Drei Minuten täglich reichen aus, um Deine Wahrnehmung dauerhaft zu verändern. Das verhindert zwar nicht Dein Problem. Aber es bietet einen Ausgleich, einen Kontrast und es gibt Energie um an Lösungen zu arbeiten. Es macht Dich glücklicher. Probier es aus. Es wirkt 😉

In den Shownotes findest Du die Wahrnehmungsübung aus meiner Praxis als PDF Datei. Das ist mein Geschenk für Dich.

Herzlichst, Deine Claudia


Shownotes:

PDF-Datei zum Ausdrucken, Übung zur Ausrichtung der Wahrnehmung

Artikel als Audioversion anhören:


 

Teilen...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPrint this page

One Comment

  1. Pingback: Kleine Zeichen – warum Geben richtig glücklich macht, auch Dich selbst – Claudia Bechert-Möckel • Persönlichkeits- & Beziehungscoaching

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.