Bindungsangst & Beziehungsstörungen verstehen und verändern ( Radiosendung)

Haben Sie schon einmal von dem Phänomen Beziehungsangst gehört? Menschen mit Beziehungsangst haben oft Probleme damit, sich dauerhaft in längerfristige Beziehungen zu begeben. Es ist nicht so, dass sie nicht fähig sind zu lieben, aus Prinzip Beziehungen ablehnen, oder einfach keinen richtigen Partner finden. Vielmehr leiden Sie unter teils unbewussten Ängsten, in einer Beziehung vereinnahmt, ausgeliefert oder unfrei zu sein. Und das sorgt für ein ausgesprochen widersprüchliches Verhalten, unter dem vor allem die Partner der Bindungsängstlichen leiden. Mehr dazu in diesem Mini-Podcast.


Bindungsangst

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Klassischerweise bekommt dabei die Partner von Bindungsängstlichen oft zu hören, sie würden den Betroffenen einengen, ihm seinen Freiraum bzw. seine Freiheit nehmen und keine Luft zum Atmen lassen. Meist haben Beziehungsängstliche deshalb auch so allerlei Strategien entwickelt, um Distanz und Abstand zum Partner zu wahren. Manche Menschen mit Bindungsangst verlieben sich stets in Menschen, die schon verheiratet sind oder in einer Beziehung leben. Denn die sind  in gewisser Weise unerreichbar und so verhindert der Beziehungsängstliche indirekt die Gefahr einer dauerhaften Bindung. Bewusst ist ihm der ihr das dabei nicht unbedingt.

Möglich ist es, dass die Betroffenen die Beziehung „aus heiterem Himmel“ einfach verlassen – weil Ihre Gefühle plötzlich absterben. Oder Sie entziehen sich der Beziehung durch Flucht in Arbeit, Hobbys oder innere Emigration. Aber auch ständig wiederkehrender destruktiver Streit kann ein Mittel der Bindungsangst sein. Denn auch so hält man den Partner immer wieder auf Abstand, wenn zuviel Nähe entsteht.

Oft äußert sich die Bindungsangst der Betroffenen nicht nur psychisch. Sie äußert sich vor allem auch durch Reaktionen des Körpers, wie zum Beispiel sexuelle Unlust.Man traut seinen Gefühlen nicht und baut sich einen Schutzmantel auf.

Menschen mit Beziehungsangst wünschen sich eigentlich eine Beziehung, haben aber einfach Angst. Sie haben Angst, verlassen oder verletzt oder vereinnahmt zu werden und es spielen meist negative Erlebnisse in der Kindheit eine Rolle. Möglich ist, dass sie erleben mussten, wie sich die Eltern getrennt haben oder die Mutter gestorben ist – klar, dass emotionale Bindungen hier auch mit Negativem verbunden werden. Egal, welche negative Bindungserfahrung diese Menschen in Ihrer Vergangenheit gemacht haben, in jedem Falle wird das Bedürfnis nach Bindung bei diesen Menschen assoziiert mit negativen, angstauslösenden Situationen, die Distanz, bzw. Fluchtstrategien auslösen. Typisch dafür sind auch On- Off-Beziehungen. Der Partner oder die Partnerin werden wie am Gummiband hin und hergezogen. Die Botschaft, die dabei bei den Partnern der Menschen mit Beziehungsangst ankommt, lautet: “Komm her- geh weg!”. Das sorgt mit der Zeit für starke emotionale Belastungen.

Die gute Nachricht: an der Beziehungsangst lässt sich arbeiten, beziehungsunfähig sind Menschen mit Beziehungsangst keineswegs. Dazu muss den Betroffenen Ihr Problem aber erst einmal bewusst werden.

Für die Partner von Beziehungsängstlichen ist das Verhalten absolut nicht nachvollziehbar. Denn am Anfang der Partnerschaft bemüht sich der bindungsängstliche Partner sehr stark um die Beziehung. Ist die Bindung dann gelungen, setzen aber die alten Ängste ein und der Wunsch nach Distanz wird größer. Deshalb gehen Menschen mit Bindungsangst dann auf Abstand oder wirken kühl und abweisend. für Partner ist das eine Katastrophe.Sie denken oft, etwas stimme nicht mit Ihnen und bemühen sich noch mehr um die Beziehung. Worauf der Bindungsängstliche noch mehr Angst bekommt und sich weiter zurückzieht. Ein Teufelskreis.

Beziehungsangst zu haben, bedeutet nicht bindungsunfähig zu sein!

Menschen mit Beziehungsangst wünschen sich oft nichts lieber als eine Beziehung, müssen aber erst Vergangenes verarbeiten, bevor sie wieder bereit sind sich zu binden. Menschen die dagegen “beziehungsunfähig” sind, wollen hingegen meist keine Beziehung und haben nicht den Leidensdruck, der die Menschen kennzeichnet, die von Angst vor Beziehungen betroffen sind.

Menschen, die unter der Angst vor Beziehungen leiden, sollten sich auf jeden Fall Hilfe suchen. Allein lässt sich die Angst nur schwer bewältigen. Sie tragen keine Schuld an ihrer Angst und müssen sich auch nicht schämen. Die Angst vor Beziehungen wird zwar nicht von heute auf morgen verschwinden, aber es ist möglich, dagegen vorzugehen und – gerade auch langfristig gesehen – eine Besserung zu erzielen.

Das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Bis zum nächsten Mal, Ihre Claudia Bechert

Mehr  dazu in dieser Mini-Podcast Folge.


 

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