Mehr Motivation- weniger Druck – Wie Du mit einer einfachen Strategie vom „Müssen“ ins „Wollen“ kommst (Podcast)

Willst Du wirklich, was Du glaubst zu müssen- und musst Du wirklich, was Du was Du gar nicht willst? Wenn aus Freiwilligkeit innerer Druck wird verlieren wir unsere Freude und unser Leben gleicht einer endlosen To-Do Liste, die abgehakt sein will. Mit einer einfachen Selbstcoaching-Übung kannst Du Dich vom Druck des „Müssens“ befreien und zurück ins „Wollen“ finden. Den Podcast zum Artikel kannst Du hier hören.


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Ist Dir eigentlich schon mal aufgefallen, wie oft Du jeden Tag den Ausdruck „Ich muss“ verwendest?

Wie oft Du „muss“ denkst oder sagst, zu Dir selbst und anderen? Ich hatte dieses Thema gestern erst in einem Online Coaching mit einer Klientin, deren Leben eigentlich nur noch aus einer Ansammlung von Verpflichtungen bestand und die sich davon belastet, freudlos und gehetzt fühlte. Sie hatte Ihre innere Freiwilligkeit vollkommen verloren und damit Ihre Selbstbestimmtheit. Ganz ausgelaugt war sie, weil Sie sich ständig nur nach den Erwartungen anderer ausrichtete. Und Sie hat genau diese kleine Selbstcoachingübung von mir als Hausaufgabe bekommen, die ich Dir heute auch mitgeben möchte.

 

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„Muss“ und „Ich muss“, spür da mal rein, mach dabei für einen Moment die Augen zu. Wie fühlt sich das in Deinem Körper an? „Ich muss“. Die meisten spüren „Ich muss“ als etwas angespanntes, sich zusammenziehendes. Hart irgendwie. Auf jeden Fall unangenehm einengend.

„Muss“. Dieses kleine, strenge Wort hat es ganz schön in sich. Es ist die Stimme unseres inneren Kritikers und wenn Du in dieser „Muss-Falle“ drin steckst, macht sich die Stimme des inneren Kritikers meist schon am frühen Morgen bemerkbar.

Sie treibt uns an und lässt uns denken: „Jetzt muss ich aber wirklich aufstehen!“, oder: „Schon wieder muss ich zur Arbeit!“, und später dann noch: „Ich muss heute noch meine Mutter anrufen, muss einkaufen, muss Wäsche waschen, muss zum Sport, muss tanken- muss, muss, muss…“.

Vielleicht hörst Du Dich selbst auch gelegentlich sagen: „Ich muss mich jetzt zusammenreißen!“, „Ich muss endlich 10 kg abnehmen!“, „Ich muss den Partner fürs Leben finden! „Ich muss dies oder jenes schaffen, haben, bekommen!“, oder der Klassiker: „Ich muss das einfach mal loslassen“.

Okay. Eine ganze Menge MUSS.

 

Aber mal ganz ehrlich. Musst Sie das alles wirklich? Und wenn ja, wer sagt das? Hast Du Dich  jemals gefragt, wieviel von dem ganzen „muss“ Du eigentlich wirklich willst?

 

Genau genommen „MUSST“ Du eigentlich gar nichts. Oder zwingt Dich etwa jemand morgens aufzustehen? Wirst Du sterben, wenn Du nicht zur Arbeit gehen? Wird tatsächlich jemand verhungern, wenn Du nicht einkaufen gehst?

Vielleicht denkst Du ja  jetzt, ich wäre nicht mehr ganz richtig im Kopf. Aber mal ganz ehrlich: Steht irgendjemand mit vorgehaltener Waffe an Deinem Bett und zwingt Dich zur Arbeit zu gehen?

Oder tust Du das dann doch irgendwie freiwillig? Ja, wahrscheinlich wird es unbequem, wenn Du Deine  Mutter nicht anrufst, eine Verabredung versetzt, die Arbeit liegenlässt- dass mag sein. Aber in Wirklichkeit hast Du auch hier die Wahl. Du kannst es  tun oder lassen. Beides hat Folgen.

In meiner Arbeit mit Klienten begegne ich immer wieder Menschen, die in der „Ich muss“- Falle stecken und sehr darunter leiden. Und ganz ehrlich, ich habe auch einmal dazu gehört. Viel zu „müssen“ ist sehr effektiv, aber auch ziemlich freudlos und spaßfrei. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Diese Menschen stehen unter einem großen inneren Druck und wirken immer etwas gehetzt und getrieben. Sie schaffen unglaublich viel und fühlen sich gerne und oft verantwortlich. Sie sind recht streng zu sich selbst und Sie glauben dass andere das auch so sehen. Bestehende äußere Zwänge werden dabei noch von inneren Zwängen verstärkt. Das erzeugt Stress und der macht sich auch in der Sprache durch zahlreiche „Ich muss“- Sätze bemerkbar. Die Freiwilligkeit ist diesen Menschen abhanden gekommen, dabei wünschen Sie sich nichts mehr als das. Und vielleicht kommt Dir das ja auch irgendwie bekannt vor.

Mit „Ich muss“- Sätzen üben wir Druck auf uns und andere aus. Und die ursprüngliche Absicht dahinter ist eigentlich gar nicht so schlecht: es geht nämlich um Selbstmotivation. Nicht alles im Leben kann schließlich nur nach dem Spaß und Lustprinzip geschehen, wenn wir etwas erreichen wollen. Doch wenn wir nicht aufpassen, gerät die „Ich muss“- Strategie zur Falle, sie wird zum Selbstläufer der aus dem Ruder gelaufen ist und unser Leben bestimmt.

 

Wenn wir dann die Balance aus Freiwilligkeit, Freude und innerem Antrieb verlieren, wird das ganze Leben zur Pflicht, eine Aneinanderreihung von Aufgaben, die mit „Ich muss…“ beginnen. Dann werden sogar angenehme, freudvolle Dinge zu einem Punkt auf der To-do-Liste, der abgehakt wird. Die Lebensfreude geht verloren und dass macht uns unleidlich, deprimiert oder sogar krank. Willkommen im Hamsterrad!

 

Wie versprochen, stelle ich Dir  hier eine einfache Selbstcoaching- Strategie in drei Schritten vor, mit denen Du dem „Ich muss“- Hamsterrad ganz leicht entkommen kannst, um Deine Motivation wiederzufinden. Für mich selbst und viele meiner Klienten hat diese Technik ganz erstaunliche Veränderungen bewirkt.

 


 

1) SPÜREN: Schließe einfach mal kurz die Augen und spüre einmal in Dich hinein, wie es sich anfühlt wenn Du zu Dir selbst sagst: „Ich muss!“ Spüre  dieser Energie nach, beobachte wie  Dein Körper sich dabei anfühlt. Wahrscheinlich nimmst Du dabei so dabei so etwas wie Enge, Druck, oder Starrheit wahr. Und nun spüre einmal der Energie des Satzes „Ich will!“ in Dir nach. Was verändert sich dabei in Dir? Spürst Du  dabei vielleicht mehr Weite, Freiheit oder Leichtigkeit in Dir? Jetzt bekommst Du ein Gefühl dafür, welche Kraft allein die Wahl unserer Worte im inneren Dialog auf unser Befinden hat.

 

2) BEOBACHTEN: Beobachte einmal einen Tag lang, wie oft Du „Ich muss!“ denkst oder sagst- zu Dir selbst und zu anderen. Mach Dir  eine Strichliste oder zähle im Kopf mit. Betrachte das Ganze als Experiment. Du wirst  staunen!

 

3) VERÄNDERN: Deine Wahrnehmung ist nun aktiviert. Dein innerer Beobachter wird Dich jedes Mal auf Dein „Ich muss“ aufmerksam machen. Das hast Du ja geübt.

 Jedes Mal, wenn Du Dich nun bei „Ich muss!“ ertappst, tausche  diesen Satz in Gedanken zur Probe aus. Ersetze  ihn probeweise durch „Ich will!“, „Ich möchte“, oder „Ich darf“ und spüre in Dich hinein. Sagt es dabei „Ja“ oder „Nein“ in Dir? Was fällt Dir dabei sonst noch auf? Was verändert sich in Dir, wenn Du willst, darfst oder möchtest? Wieviel willst Du von dem, was Du glaubst zu müssen? Musst Du wirklich all das, was Du gar nicht willst? Könntest Du davon möglicherweise etwas loslassen?


 

Diese einfache Selbsthilfeübung kann sehr viel bewirken. Natürlich nur, wenn Du sie machst. Sie ist wie ein Kompass zur inneren Balance, sie ist ein Fingerzeig auf das, was Dir wirklich wichtig ist. Sie kann Dir helfen, Deine Selbstbestimmtheit zurück zu erlangen, Dich spüren zu lassen dass Du eine Wahl hast. Sie bringt Dich dazu, weniger zu „müssen“ und mehr zu „wollen“ und Dir dabei selbstbestimmt Grenzen zu setzen, aber auch Dinge loszulassen, die Dir nicht mehr gut tun. Sie kann Dir  den Weg zu mehr innerer Freiheit, Leichtigkeit und Freude aufzeigen, indem Du Deine inneren Zwänge auflöst.

„Worte waren ursprünglich einmal Magie“, hat der berühmte Therapeut Steve de Shazer einmal gesagt. Daran hat sich bis heute nichts geändert, möchte ich anfügen.

Probieren es einfach mal aus, natürlich nur wenn Du wirklich willst! Deine Claudia

 


 

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Ich freue mich auf Dich. Liebe Grüße, Claudia

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