Was wir zum Wohlfühlen brauchen- unsere psychischen Grundbedürfnisse und wie sie unser Leben beeinflussen (Podcast)

Jeder von uns weiß aus eigener Erfahrung, was passiert, wenn unsere körperlichen Grundbedürfnisse nicht befriedigt sind oder vernachlässigt werden. Langfristig kann das sogar zu körperlichen Schäden, oder sogar zum Tod führen. Im Vergleich zu den körperlichen Grundbedürfnissen stehen unsere psychischen Grundbedürfnisse oft ein bisschen im Schatten und ich denke, sie werden unterschätzt. Grund genug, Dich in dieser Episode mitzunehmen in die Welt der psychischen Bedürfnisse. Denn hier entscheidet sich, ob wir uns wohlfühlen in unserem Leben, oder eben nicht.

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Mit unseren körperlichen Bedürfnissen sind wir in der Regel recht gut in Kontakt. Sind wir müde oder der Magen knurrt, frieren wir oder haben wir Durst, dann zeigt uns das unser Körper unmissverständlich. Wir fühlen uns dann unwohl und das ist dann der Antrieb, uns um unsere Bedürfnisse zu kümmern. Wir müssen essen, trinken, schlafen, uns vor der Witterung schützen- um überleben zu können. Ob wir uns dabei auch mental und emotional wohlfühlen, ob es uns gut geht, ob wir Freude empfinden- das ist auf dieser existenziellen Ebene zweitrangig. Und doch funktionieren auf der Ebene der psychischen Bedürfnissen ganz ähnlich. Sind sie nicht erfüllt, treten unangenehme Gefühle auf. Es fehlt uns etwas, wir werden freudlos, leer oder traurig- fühlen uns vielleicht fremd.


Mir fällt immer wieder auf, dass meine Klienten/innen oft gar nicht so genau schauen: „Was brauche ich eigentlich, um mich wohlzufühlen?“ Die Frage, geht es mir gut in meiner Beziehung oder nicht, wird häufig versucht zu beantworten mit: „Wie müsste ich sein?“, anstatt mit „Was ist mir denn eigentlich wichtig, was ist unabdingbar für mich?“

Kurzgesagt ist es immer eine Balance aus eigener innerer Haltung und äußeren Umständen, die unser Wohlgefühl beeinflusst. „Was brauche ich, was darf ich erwarten?“, wird nach meiner Meinung stark unterschätzt.

Damit haben die meisten von uns einfach weniger Erfahrung. Und auch unter Experten gibt es keine klare Meinung darüber, wie viele dieser psychischen Grundbedürfnisse wir eigentlich wirklich haben. Ich orientiere mich hier an dem Modell des Psychologen Klaus Grawe.

Schauen wir uns also die vier wichtigsten psychischen Grundbedürfnisse an:

 

1. Das Bedürfnis nach Bindung

Wir sind Bindungstiere, sage ich gerne. Verbunden zu sein ist für uns existenziell Das beginnt schon im Mutterleib und hört nie auf. Wir wollen dazugehören, ein Teil von etwas sein, uns geliebt fühlen und lieben. Wir wollen Bindungen eingehen. Wir brauchen die anderen, um uns wohlzufühlen. Wir wollen berührt werden. Wir wollen berühren, uns in anderen wiederfinden, miteinander sein. Dieser Wunsch, diese Sehnsucht, dieses Bedürfnis hängt an uns dran, wie unser Bein. Es geht nie wieder weg.

Der Mensch wird am „Du“ zum „Ich“, so hat das Martin Buber der Philosoph sehr schön in Worte gefasst und meinte damit, dass unsere Individualität erst im Zusammenspiel mit den Anderen spürbar wird.

Das Bedürfnis nach Bindung spielt gerade in den ersten Lebensjahren, in denen wir ja sehr abhängige Wesen sind und auf die Zuwendung unserer Bezugspersonen, meist sind das Elternfiguren angewiesen sind, eine riesengroße Rolle.

Und genau hier, wo wir am meisten von der Zuwendung der Großen abhängig sind als Kind, wo wir unser Selbstbild daraus entwickeln wie andere mit uns umgehen, kann das Bedürfnis nach Bindung eben auch schon frühzeitig frustriert werden. Bekommen wir nicht die Wärme, die Zuwendung, die Aufmerksamkeit, die Liebe, die wir brauchen um uns okay, liebenswert und angenommen und gesehen zu fühlen, kann schon in der Kindheit unser Grundvertrauen in Menschen und Beziehungen tief erschüttert werden.

Man spricht vom Urvertrauen und ich habe bereits eine ganze Podcastfolge zum Urvertrauen gemacht, die ich Dir hier verlinke. Urvertrauen und Selbstliebe

Die Bindungsforschung zeigt uns, wie tief sich diese frühen Bindungserfahrungen in unser Nervensystem einspuren und wie sie später als eine Art Blaupause für Beziehungen in unserem Leben dienen. Ich bin immer wieder tief beeindruckt, wie stark sich das in meiner Arbeit mit Paaren zeigt, wenn wir die Beziehungsmuster sichtbar machen. Denn die sind in der Regel eine unbewusste Wiederholung der frühen Bindungsstruktur.

Ich werde in einer der nächsten Folgen mal genauer auf die unterschiedlichen Bindungsstile eingehen, die heute gut erforscht sind. Die großen Namen der Bindungsforschung und  Bindungstheorie sind John Bowlby (brit. Kinderpsychiater) und Mary Ainsworth (kanad. Psychologin) und der Ursprung der Bindungstheorie ist das Modell der frühen Mutter-Kind-Beziehung. Link zur Bindungstheorie

 

 

Für das Kind geht es also nicht nur um körperliche Versorgung. Fehlen uns emotional zugewandte Bezugspersonen, die auch anwesend sind, fehlt uns Spiegelung, oder das Gefühl sicher gebunden zu sein, haben wir eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, später Bindungsstörungen und psychische Probleme im Allgemeinen zu entwickeln. Unsere ersten Beziehungserfahrungen prägen uns also für unser ganzes Leben.

Unbedingt erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch die Arbeit von Professor Maaz von der Universität in Halle, Autor des Buches „Die narzisstische Gesellschaft“, der mit seinem Team sehr gut erforscht hat, welche Auswirkungen verschiedene Probleme in den mütterlichen und väterlichen Beziehungen unserer Kindheit zu welchen Problemen im Erwachsenenalter werden können. Das ist sehr beeindruckend. Link zum Vortrag von Hans-Joachim Maaz

So konnte Professor Hans Joachim Maaz nachweisen, dass die Frage, was Menschen denken wie Ihre Eltern reagiert haben, als sie erfahren haben, dass sie Nachwuchs erwarten, sich maßgeblich auf unser späteres Selbstwertgefühl auswirkt. Leben ist Beziehung und man kann dieser Wahrheit gar nicht genug Stellenwert geben.

Doch auch später, wenn wir älter und eigenständiger werden, hat das Bindungsbedürfnis einen wesentlichen Einfluss auf unsere Zufriedenheit. Eine Familie zu haben, Freunde, eine Partnerin oder einen Partner, Kollegen auf die wir uns verlassen können, Sportteams, Interessengruppen, Austausch mit Menschen die uns verstehen und mögen, ein tragfähiges soziales Netz- das alles erfüllt unser Bedürfnis nach Bindung auf vielfältige Weise und hat großen Einfluss auf unser Lebensglück und unsere Lebenszufriedenheit.

Umso schlimmer sind natürlich die Momente, wo wir jemanden vermissen, verlieren, wo wir uns alleine und verlassen fühlen und sehr unglücklich. Selbst wenn man sich vom Partner/in trennt,  weil die Beziehung nicht funktioniert, kann man traurig sein und den anderen vermissen.

Uns fehlt dann etwas. Natürlich können wir das Beste daraus machen und allein sein ist nicht gleich einsam sein. Dennoch ist Einsamkeit eines der schrecklichsten Gefühle die Menschen haben können. Einsamkeit kann krank machen, denn sie ist das komplette Gegenteil von unserer natürlichen Sehnsucht danach, mit anderen Menschen verbunden zu sein.

 

2.Das Bedürfnis nach Kontrolle, Sicherheit und Selbstbestimmtheit

Jetzt wird die Sache spannend. Denn nun, da wir wissen wie wichtig Bindung für uns ist, entsteht mit dem Bedürfnis nach Autonomie eine Art Gegenpol zum Bindungsbedürfnis.

Wir wollen wir selbst sein, selbst bestimmen, eine Meinung haben, Grenzen setzen. Wir brauchen das Gefühl von Wirksamkeit in unserem Leben, dass wir Einfluss haben auf das, was geschieht, unsere Richtung bestimmen. Das ist mit Kontrolle gemeint.

Ist das möglich, erzeugt das ein Gefühl von Sicherheit. Das Leben passiert uns nicht einfach nur, sondern wir können es gestalten. Das fühlt sich super an.

Das Autonomiebedürfnis erwacht ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem wir erkennen, dass wir ein ICH sind. Vielleicht erinnerst Du Dich an die Trotzphase Deiner Kinder. Wenn die Kleinen „Nein“ sagen und bockig werden, testen sie ihre autonomen Fähigkeiten und freuen sich daran, dass sie einen eigenen Willen haben dürfen. Von da an wollen wir nicht nur eine sichere Bindung, wir wollen auch eigene Entscheidungen treffen. Nicht immer passt das zu unseren Bindungsbedürfnissen. Denn werden unsere Autonomiebestrebungen schon in der Kindheit permanent mit Vorwürfen und Schuldgefühlen untergraben, dürfen wir nicht wie Selbst sein, wird uns gespiegelt, dass es nicht okay ist, was wir wie machen, dann opfern wir unser Autonomie und Kontrollbedürfnis, um nicht die Bindung zu den Bezugspersonen zu gefährden.

Der Widerspruch der beiden so wichtigen Grundbedürfnisse, kann sich durch unser ganzes Leben ziehen. In Paarbeziehungen und auch in Familien ist das ein häufiges Thema. Kann ich so sein, wie ich sein will UND in ein Teil vom Großen und Ganzen- oder muss ich mich aufgeben um Liebe zu bekommen.

Verletzt wird dieses Bedürfnis, wenn wir häufig die Erfahrung machen, dass Situationen nicht vorhersehbar sind und wir keinen Einfluss auf sie nehmen können, z.B. auch, wenn wir in der Kindheit keine klaren, verlässlichen Regeln gesetzt bekommen oder bei unkontrollierbaren Ereignissen im späteren Leben, wenn wir mehrmals unerwartet den Arbeitsplatz verlieren.

Verlässt uns der Beziehungspartner/in, dann tut die Trennung auch deswegen so weh, weil wir machtlos sind, uns ausgeliefert und hilflos fühlen, weil wir nichts mehr tun können.

Die Verstrickungen zwischen unserem Bedürfnis nach Bindung und dem nach Autonomie sind so komplex, dass es ganze Bücher füllt. Ich schau dann im Einzelfall mit meinen Klienten und Klientinnen und den Paaren sehr genau auf die jeweilige Balance oder eben Dysbalance zwischen Autonomie und Bindung und wie man das günstig und gelingend beeinflussen kann.

Es ist so wie bei einer Wippe: Autonomie und Bindung brauchen einen eigenen Platz und ein etwa gleiches Gewicht. Dann ist eine wunderbar lebendige Beziehung möglich. Man wippt zusammen. Gibt es kein Gleichgewicht, kann man nicht wippen und es wird öde.

 

Hast Du schon den “Leben-Lieben-Lassen”-Podcast auf Apple Podcasts und Spotify abonniert?

 

3.Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung

Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung. Das klingt so richtig bekloppt, oder? Klingt so, als würde man sich über andere erheben. Aber darum geht es gar nicht. Was es meint ist die Tatsache, dass wir Anerkennung und Wertschätzung brauchen, um uns wirklich wohl zu fühlen. Wir wollen gesehen werden in unseren Bemühungen, Gutes zu tun. Auch Lob fühlt sich ganz hervorragend an.

Aber auch Ziele zu erreichen, etwas zu bewirken, uns in unserer Einzigartigkeit und in unseren Fähigkeiten zu spüren, verschafft uns ein gutes Okay- Gefühl und dadurch erhöht sich unser Selbstwertempfinden.

Es handelt sich dabei um das von Kindheit an vorhandene Streben, sich selbst als gut, kompetent und von anderen wertgeschätzt zu fühlen. Auch dieses Bedürfnis hängt eng mit den Anderen und den Verbindungen zum Großen und Ganzen zusammen.

Wachsen wir in einem Umfeld auf, das Vertrauen in uns hat, unsere Leistungen anerkennt und uns gleichzeitig vermittelt, dass auch schlechte Leistungen dazu gehören und nichts an unserem Wert ändern, wird dieses Bedürfnis erfüllt.

Ach ja, und wer hatte das schon? Ich bin mit dem Druck zum Perfektionsstreben aufgewachsen. Ich war eine Einserschülerin. Klassenbeste. Und dennoch: wenn ich eine zwei in Mathe geschrieben habe, dachte ich die Welt geht unter. Ich saß stundenlang am Fenster, um den Moment zu erhaschen, wenn mein Vater das Haus betreten würde. Ich habe versucht, an seinem Gesichtsausdruck zu erkennen, wie er auf dieses Unvermögen, einen Fehler gemacht zu haben, reagieren würde. Ich kannte kaum eine größere Angst in meiner Kindheit. Fehler zu machen war gleichbedeutend mit Untergang und Ablehnung. Es war die Sichtbarkeit meiner Ungenügendheit. Und so nahm ich an, dass es im Erwachsenalter wie im Schlaraffenland sein müsste. Niemand, dem man seine Noten zeigen muss.

Jahrelang hat mich das „Nicht gut genug“-Monster durch mein Leben begleitet und ich hab sehr darunter gelitten. Heute hat es kaum noch Macht über mich, aber es gibt Situationen, da versucht es nochmal zurückzukommen.

Ich erzähle Dir das, weil ich weiß, dass ich viele bin. Ich erlebe beinahe täglich, wie der Mangel an Wertschätzung und Lob, und die Schuld- und Schamgefühle die Menschen in Ihrer Kindheit aufgeladen wurden, bis heute in ihrem Leben Verheerungen anrichten. Und ich möchte, dass Du weißt. Du kannst lernen, damit aufzuhören, egal wie alt Du bist. Wenn ich es konnte, dann kann es jeder, Du auch! Ganz sicher.

Und jetzt, wo Du einmal mehre weißt, wie wichtig für uns alle das Gefühl von Anerkennung und Akzeptanz, von Wertschätzung und Gesehen- und Gehörtwerden ist- kann es gar nicht schaden, jede Menge davon auszuteilen.

Ich liebe es, Menschen zu sagen, was mir wunderbares an Ihnen auffällt, für was ich mich bedanken möchte und was ich bewundere. Es bringt Menschen zum Leuchten und mich, ehrlich gesagt auch.

Und übrigens: Was glaubst Du, warum Facebook, Instagram und andere Social Media Kanäle so erfolgreich sind? Weil Sie unser Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung bedienen. Manchmal auf eine krankhafte Weise.

 

4.Das Bedürfnis nach Lust, bzw. Unlustvermeidung

Man kann es zugeben, oder nicht. Aber ich glaube, wir alle streben nach angenehmen Erfahrungen und wir vermeiden gerne Sachen, die nerven.

Sich stundenlang davor drücken, die Wohnung aufzuräumen, zum Sport zu gehen, für die Prüfung zu lernen – was auf den ersten Blick wie Faulheit wirkt, ist grundsätzlich erstmal das Resultat eines gesunden menschlichen Bedürfnisses. Denn wir alle streben von Geburt an unablässig danach, lustvolle Erfahrungen zu sammeln und unangenehme oder schmerzhafte Erlebnisse zu vermeiden.

Und auch hier geht es um Balance. Natürlich ist es okay und wichtig, sich etwas zu gönnen, zu genießen, zu faulenzen, Freude zu sammeln. Das macht uns happy.

Aber Frustrationstoleranz zu lernen, Disziplin und Ausdauer- das ist genauso wichtig um längerfristige Ziele zu erreichen. Wollen wir beispielsweise ein gutes Prüfungsergebnis erzielen, ist es unerlässlich uns zum Lernen aufzuraffen und dabei Gefühle von Unlust auszuhalten. Denn am Ende bestätigt das Erreichen der Ziele wiederum unseren Selbstwert und verschafft uns Anerkennung.

Du siehst auch hier, alles hängt miteinander zusammen. Das Leben ist Balance, nicht Einseitigkeit.

 

 Erfüllte Bedürfnisse machen uns glücklich

Sind unsere psychischen Grundbedürfnisse erfüllt, geht es uns gut. Wir sind zufrieden und haben ein Gefühl von Stimmigkeit. Wir fühlen uns lebendig.

Kommst Du von einer Reise zurück, und Deine Partnerin, Dein Partner wartet zu Hause auf Dich mit Deinem Lieblingsessen, dann fühlt sich das nach Geborgenheit und Wärme an. Dein Bindungsbedürfnis erfüllt sich und auch das nach Selbstwerterhöhung und Lustgefühl, also nach schönen Momenten.

Trittst Du Deine langersehnte Wanderung durch die Alpen an? Selbstbestimmtheit, Wirksamkeit und Freude an Erfahrungen, also Lustgewinn. Du verstehst, was ich meine, oder?

Alles hat seine Zeit- nicht immer erfüllen sich unsere Bedürfnisse

Natürlich ist es nicht möglich unsere Grundbedürfnisse immer optimal zu erfüllen. In bestimmten Situationen und Lebensphasen, zum Beispiel nach dem Umzug in eine neue Stadt oder nach einer Trennung, können Grundbedürfnisse vorübergehend frustriert sein.

Mit der Zeit schaffen wir es meistens jedoch, die nötigen Umstände zu schaffen, um unser Leben wieder nach unseren Bedürfnissen zu gestalten. Zum Beispiel indem wir in einer neuen Stadt erste Kontakte zu anderen Menschen knüpfen. Solche Down-Phasen sind zwar unangenehm, aber oft auch wichtig, um persönliche Weiterentwicklung zu ermöglichen. Zudem gewinnen wir gerade in diesen Zeiten Vertrauen in uns, Schwierigkeiten bewältigen zu können.

Ich glaube, dass Frustration ein sehr starker Motor für Entwicklung sein kann. Nicht zum Spaß gibt es zum Beispiel den wunderbaren Spruch: “Geht es Dir gut oder lernst Du gerade etwas?“

 

Und wie ist das in Deinem Leben? Mach den Bedürfnis-Check

Ein erster Schritt zum Wohlbefinden ist es, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und eben auch kennenzulernen. Es lohnt sich, mal zu checken: wie ist das eigentlich in meinen Beziehungen, meinen Freundschaften, meiner Familie, meinem Job?

Wenn Du Dir die vier psychischen Grundbedürfnisse wie Säulen vorstellst, welche Säulen tragen in diesem Bereich, welche sind brüchig oder weggebrochen?

  • Wenn Du zum Beispiel an Deine Beziehung denkst, dann frage Dich: wie steht es mit meinem Bindungsbedürfnis? Fühle ich mich geliebt, habe ich ein Gefühl von Nähe und Vertrautheit, Verbundenheit? Ist mein Partner/in zugewandt? Bemüht sie oder er sich um mich und die Beziehung? Liebe ich? All das gehört zum Bindungsbedürfnis.
  • Kann ich auch ich selbst sein, Grenzen setzen, Nein sagen? Spielen meine Bedürfnisse eine Rolle in dieser Beziehung, oder ist da nur Platz für eine Meinung? Können wir uns auseinandersetzen und Lösungen finden? Ist es möglich, eigene Interessen zu verfolgen? Werde ich ernst genommen? Fühle ich mich sicher in dieser Beziehung? Habe ich Vertrauen? Das alles gehört zum Bedürfnis Autonomie, Kontrolle, Sicherheit.
  • Gibt es Komplimente, Gesten der Liebe, Wertschätzung, Lob? Spüre ich, was ich dem anderen bedeute? Werde ich gesehen, gehört, wahrgenommen? Das betrifft den Bereich der Selbstwerterhöhung.
  • Und last, but not least: Haben wir schöne gemeinsame Erfahrungen, Zärtlichkeit, Sex? Erleben wir Freude durch das Teilen von Interessen, von Zielen, gemeinsamen Träumen? Überwiegt der Freude oder der Frustanteil in Deiner Beziehung? Daran kannst Du sehen, wie es um Unlustvermeidung, bzw. das Bedürfnis nach lustvollen Erfahrungen steht.

Und so kannst Du das im Prinzip für alle Lebensbereiche machen. Dabei kann man erstaunliche Entdeckungen machen, nicht immer nur positive.

Eine Klientin, mit der ich erst gestern über diese vier Grundbedürfnisse unseres Selbst gesprochen habe, gingen zum Beispiel die Augen auf. Sie stellte fest, dass Sie in Ihrer Beziehung, aus der sie sich gelöst hatte, in allen Grundbedürfnissen im Minusbereich war, während ihr Ex-Partner in fast allen Bereichen im Plus war. Du kannst Dir denken, dass das eine Beziehung voller Streit, Schuldvorwürfen und Frustration war. Sie fragte sich, wieso Sie darauf nie gekommen war.

Einen wichtigen Hinweis bei der Untersuchung Deiner Bedürfnisse in Deinem Leben geben Dir Deine Gefühle. Was sich gut anfühlt, hat mit erfüllten Bedürfnissen zu tun. Was sich schlecht anfühlt, meist mit unerfüllten Bedürfnissen.

Wenn wir wissen, wo es hakt, können wir schauen: was können wir tun, um die Situation zu verändern?

Ich wünsche Dir, dass Deine Bilanz gut ausfällt und wenn nicht, dass Du Wege findest, wie Du Deine wichtigsten psychischen Grundbedürfnisse etwas mehr erfüllen kannst.

Denn wir alle haben es verdient, uns geliebt, selbstbestimmt, wertvoll zu fühlen und viele wunderschöne Erfahrungen in unserem Leben zu machen.

Das wünsch ich Dir von Herzen, alles Liebe Deine Claudia

Stelle mir ganz anonym Deine Frage in der „Leben-Lieben-Lassen“-Sprechstunde und werde Teil der Show.

 


  • Wiichtiger Podcast zu einem wichtigen Thema!
    October 7, 2021 by Jana Misar from Germany

    Ich liebe diese Podcast! Es sind immer wieder wertvolle und neue Impulse für mich und meine Partnerschaft dabei. Danke für Dein Wirken!

  • Wiederentdeckt und wieder gerne gehört
    October 7, 2021 by furchtbarkreativ from Germany

    Dieser Podcast habe ich schon vor einiger Zeit gehört, deshalb gibt es jetzt eine Bewertung beim Wiederentdecken. Danke für die tollen Inhalte 🙂

  • Spanned und interessant
    October 7, 2021 by ichbaue from Germany

    Super Themengebiet! Sollte jeder mal reinhören!

  • Klasse!
    October 7, 2021 by Jacqueline Schmitt from Germany

    Spannende Anreize zur Selbreflektion und sein Wohlbefinden zu bessern.

  • Toller Podcast
    October 7, 2021 by Judith Geiß from Germany

    für diejenigen, die sich mit ihrer eigenen Entwicklung beschäftigen. Weiter so!

  • Toller Podcast!
    September 3, 2021 by Ursula Kittner from Germany

    Danke für diese Neuentdeckung! Sehr angenehme Stimme, tolle Themen, ich freue mich aufs Zuhören.

  • Klassse Themen!
    September 3, 2021 by Stefan_HH from Germany

    Danke für diesen tollen Podcast! Habe ihn gleich abonniert.

  • Tolle Podcast Stimme!
    September 3, 2021 by Anika Bors | Podcastwonder from Germany

    Wow, tolle Stimme! Da höre ich gerne weiter. Wichtiges Thema und spannend aufbereitet. Freue mich auf weitere Episoden.

  • Ich mag mich selbst
    September 2, 2021 by Sansirion from Germany

    Claudia versteht es gut, dieses abstrakte Thema, sich selbst lieben und mögen, anschaulich rüber zu bringen. Sie gibt viele konkrete Tipps. Ein super Podcast

  • Ganz wunderbar!
    September 2, 2021 by Cop2021 from Germany

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Podcast! Schöne Gedanken und Impulse für die Selbstreflexion!

  • Tolles Thema. Gut präsentiert.
    August 6, 2021 by Erfolgreich schreiben Podcast from Germany

    Wenn sich alle erstmal selbst lieben, können sie auch andere wahrhaft lieben. Doof nur, dass so viele Menschen sich selbst im Grunde gar nicht mögen. Irgendwas stört immer. Genau hier setzt der Podcast an. Verständlich erklärt, angenehm eingesprochen und viel Fachwissen. Reinhören lohnt sich.

  • Wichtige Fragen fürs Leben
    August 5, 2021 by ditmara from Germany

    Der Podcast bereitet das Thema Liebe

  • So wichtig
    July 9, 2021 by Katharina Sparkles from Germany

    Selbstliebe ist wichtig, um andere zu lieben - also umso wichtiger zu lernen, wie man das denn nun genau hinbekommt. Claudia leitet angenehm durch die Folgen, hat mir echt gut gefallen!

  • Super sympatisch
    July 8, 2021 by didih from Germany

    Bitte mehr davon! Vor allem das Thema Beziehung ist wichtiger denn je...

  • Alleine schon die Stimme…
    July 8, 2021 by RuSt_Cologne from Germany

    …zieht mich sofort tief in jede Episode! Doch das ist nur der erste Eindruck, denn zum Glück hat Claudia auch wirklich etwas zu sagen und das macht sie wunderbar in jeder Folge ihres Podcasts.

  • Super
    July 8, 2021 by Glücksclaudi from Germany

    Richtig klasse. Wer nicht gleich zum Therapeuten rennen will und gleichzeitig was für sich und seine Persönlichkeit weiter entwickeln will, der hört am besten direkt mal rein!

  • Beziehungen pflegen
    July 8, 2021 by Paul Misar from Germany

    Dieser Podcast enthält sehr wichtige Informationen und Tipps. Dabei wird jede Beziehung schöner. Vielen Dank.

  • Gute Impulse
    July 8, 2021 by PeterBluhm from Germany

    Sehr gut vorbereiteter und umgesetzter Podcast. Angenehme Stimme.

  • Top
    July 8, 2021 by Angie20050 from Germany

    Der Podcast gibt den ein oder anderen Denkanstoß

  • Inspirierend und Wertvoll
    July 8, 2021 by UnderdogXXX from Germany

    Schön wie hier Erkenntnisse und Know How geteilt werden! 🙂 Ein toller und bereichernder Podcast!

  • Super Podcast zum Thema Selfcare
    July 8, 2021 by ttt_toni from Germany

    Super Podcast, spannende Themen, tolle Tipps! Und das auch noch super gut produziert! Weiter so!

  • Tut gut
    July 8, 2021 by Stormbarb from Germany

    Sehr gut, wertschätzend und unterhaltsam, dazu vorgetragen von einer richtig angenehmen Stimme.

  • Hammer Stimme
    July 8, 2021 by Serpent.of.Yin from Germany

    Tolle Themen, hammer Stimme, inspirierende Frau!

  • Ein außergewöhnliches Audioerlebnis
    July 8, 2021 by Itunesiuk from Germany

    Ein sehr gut aufbereiteter Podcast. Thematisch und auch Qualitativ sehr interessant aufgezogen. Gefällt mir!

  • Beziehungen pflegen - wichtiger denn je
    June 4, 2021 by Kessy2017 from Germany

    In Zeiten, wo jede 2. Ehe gescheiden wird und wir keinen Überblick haben, wie sich das mit Lebensgemeinschaften verhält, ist es um so wichtiger seine Beziehungen zu pflegen. Nichts selbstverständlich nehmen. Danke sehr hilfreich.

  • Ich mags
    June 4, 2021 by Sabthe87 from Germany

    So schön um sich selber mal wieder ernst zu nehmen und zu Lieben. Oft vergessen wir im Alltag wie toll wir eigentlich sind 🙂

  • Die drei L's zum Thema Selbstliebe
    June 4, 2021 by Nicole_M. from Germany

    Dankeschön für deinen schönen Podcast.

  • Empfehlenswert
    June 3, 2021 by sabaworf from Germany

    Absolut verständlich lebensnah uns sehr zu empfehlen. Toller Podcast mit angenehmer Stimme.

  • Ich liebe diese Stimme
    June 3, 2021 by Patrickfromthejungle from Germany

    Einfach ein Genuss wie Claudia so leicht über doch sehr große Themen spricht. Hat mir viel Kraft gegeben

  • Ich hab dich gleich abonniert!
    June 3, 2021 by Sandkastengeflüster from Germany

    Einfach genial! Einfach reinhören dann wisst ihr was ich meine!

  • Auf den Punkt gebracht
    June 3, 2021 by Rs2509 from Germany

    Du hast eine sehr angenehme Stimme. Dadurch kommst dein wertvoller und klarer Inhalt sehr gut rüber. Dein Mehrwert ist klasse.

  • Super spannend
    June 3, 2021 by G. Krünelt from Germany

    Unbedingt anhören! Danke für die Einblicke.

  • Wow! Cool! Tolle Inhalte!
    June 3, 2021 by Anjalein2 from Germany

    Super hilfreich und wertvoll! Tolle Stimme und super inspierirend! Weiter so!

  • toller Input!
    June 3, 2021 by zeitautomat.com from Germany

    ein wunderbarer Begleiter in allen Lebenslagen…

  • Danke
    June 3, 2021 by Sun Gr from Germany

    So wertvoll dieser Podcast und ich nehme wirklich aus jeder Folge immer etwas für mich mit ☺️

  • Absolut empfehlenswert
    March 21, 2021 by Just VW from Germany

    Tolle lebensnahe Betrachtungen, pragmatische Ansätze für die Verbesserung von Lebensqualität & Zufriedenheit. Immer wieder Momente zum Schmunzeln. Super!

  • Bester Potcast
    February 28, 2021 by wertuvfegbkkfd from Germany

    Ich liebe ihren Podcast. Die Inhalte sind so wertvoll und klar dargestellt. Es ist sehr schön ihr zuzuhören, da ihre Stimme sehr angenehm ist! Ich wünsche mir so gern sehr viele weitere Podcast von Claudia ❤️

  • Soooo tolle Denkimpulse,...
    February 18, 2021 by Maria.Zi from Germany

    Vielen lieben Dank für Ihre tolle Podcastsendung. Ich höre Sie immer auf dem Weg zu Arbeit und ich hatte schon ganz viele erhellende Momente!!

  • Unfassbar gut - Stimme, Inhalt, Gesamtpaket!
    January 15, 2019 by annie.me from Germany

    Ich bin so froh, diese tollen Podcasts gefunden zu haben. Claudia hat eine Stimme, der man unbedingt zuhören möchte. Sie bringt die Themen so verständlich rüber und hat sofort Beispiele wenn man doch kurz überlegen muss. Die positive Art ist ganz wunderbar! Bitte bitte mach weiter so, liebe Claudia! Ich würde mich sehr freuen, wenn regelmäßiger neue Podcast hochgeladen werden.

  • Wow
    December 20, 2018 by *Lulilali* from Germany

    Die Stimme ist wirklich so angenehm, dass man gerne zuhört. Aber auch das Gesagte enthält so viel Wahres und Hilfreiches für jeden von uns, dass sich das Zuhören einfach lohnt! Ich kann mit Deiner Art Dich auszudrücken so viel anfangen, fühle mich verstanden und kann die Tipps so gut annehmen. Danke dafür! Nur eine ganz große Bitte hätte ich, mir geht es etwas zu schnell. Ich kann nur für mich sprechen, aber während ich versuche das Gesagte aufzunehmen und darüber nachzudenken, komme ich kaum mit! Mir würden ein paar kleine Gedankenpausen oder „Verschnaufer“ zwischendrin sehr helfen!

  • Tolle Lebenshilfe!
    July 24, 2018 by grimmixo1 from Germany

    Gut gesprochen und die einzelnen Aspekte sind stark und sehr hilfreich erklärt.

  • Mega Stimme!!!
    February 12, 2018 by Plachooo from Germany

    Zum Inhalt kann ich noch nicht viel sagen. Bitte bitte bei audible bewerben!!!! Mega gute Stimme!!! Unfassbar angenehm!

  • Sehr gut!
    April 2, 2017 by you yoi you from Germany

    Schöne Stimme, guter Inhalt

  • Super interessant
    November 27, 2016 by rumpelchen from Germany

    Die Beiträge sind gut gesprochen und absolut interessant Phantastisch sind die Entspannungsübungen. Hier sorgt besonders die wirklich warme und ruhige Stimme für viel Entspannung. Da happert es ja leider all zu oft bei anderen Sprechern. Kann ich nur empfehlen!


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