Die Geschichte von den drei Sieben der Wahrheit (Radiosendung)

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Kann man einem Gerücht glauben schenken? Sind wir verantwortlich, für das was wir an andere weitergeben? Die Geschichte von den drei Sieben der Wahrheit ist zwar schon sehr alt, aber sie steckt voller Wahrhaftigkeit. Mehr dazu in diesem Mini-Podcast.


Die drei Siebe

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Haben Sie auch schon einmal bereut, vorschnell geurteilt zu haben? Ist es Ihnen wie ein Fehler vorgekommen, ein Gerücht weiterzutragen oder hat sich Ihre Meinung über jemanden schon einmal als großer Irrtum erwiesen?

Dann wird Sie die Geschichte von den drei Sieben wahrscheinlich zum Nachdenken anregen, denn sie enthält Wahrheiten, die in unserem Zeitalter der schnellen Information und Meinungsmache von existenzieller Wichtigkeit sind, wenn wir gut miteinander auskommen wollen.

Einst wandelte Sokrates durch die Straßen von Athen. Plötzlich kam ein Mann aufgeregt auf ihn zu. „Sokrates, ich muss dir etwas über deinen Freund erzählen, der…“ „Warte einmal, „unterbrach ihn Sokrates. „Bevor du weitererzählst – hast du die Geschichte, die du mir erzählen möchtest, durch die drei Siebe gesiebt?“ „Die drei Siebe? Welche drei Siebe?“ fragte der Mann überrascht. „Lass es uns ausprobieren,“ schlug Sokrates vor. „Das erste Sieb ist das Sieb der Wahrheit. Bist du dir sicher, dass das, was du mir erzählen möchtest, wahr ist?“ „Nein, ich habe gehört, wie es jemand erzählt hat.“ „Aha. Aber dann ist es doch sicher durch das zweite Sieb gegangen, das Sieb des Guten? Ist es etwas Gutes, das du über meinen Freund erzählen möchtest?“ Zögernd antwortete der Mann: „Nein, das nicht. Im Gegenteil….“  „Hm,“ sagte Sokrates: „Vielleicht besteht das, was Du mir sagen willst, ja den dritten Test. Das Sieb der Nützlichkeit. Ist, was Du mir mitteilen möchtest, hilfreich für mich?“

„Also … nein, nicht wirklich.“

„Wenn es weder wahr ist, noch gut oder zumindest nützlich, warum solltest Du es mir dann überhaupt erzählen? Vergiss sie und belaste mich und Dich nicht länger damit“

Der Mann verstummte, er schämte sich und ging fort. Er hatte verstanden. Wahrscheinlich haben wir uns alle schon mal genauso verhalten, wie der Mann in der Geschichte von den drei Sieben. Wie oft hört man jemanden etwas Negatives über jemanden anders sagen und trägt es hinter vorgehaltener Hand ungeprüft weiter? Das ganze Prinzip des Lästerns beruht darauf, ungefiltert irgendetwas Schlechtes über andere weiterzugeben.

Worte können unglaublich verletzend sein, und wer selbst schon einmal von Gerüchten oder neudeutsch einem Shitstorm verfolgt wurde, der weiß wie verletzend so eine üble Nachrede sein kann.

Wie schnell ist etwas leichtfertig ausgesprochen, und wie schwer wieder einzufangen? Wenn wir alle den Rat der alten Griechen von den drei Sieben ein wenig mehr beherzigen würden, dann wäre die Welt schon ein bisschen freundlicher- im Kleinen, wie auch im Großen.

Herzlichst, Ihre Claudia Bechert-Möckel
Hier können Sie den Artikel als Mini-Podcast hören.



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Ich freue mich auf Dich. Liebe Grüße, Claudia

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