Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen ist ein weit verbreitetes Beziehungsmuster, dass dauerhaft echte Gefühle zum Erlöschen bringt. Mit Liebe hat die emotionale Abhängigkeit auch wenig zu tun, eher mit einer Art Bedürftigkeit. Mehr dazu in diesem Mini-Podcast.

Gehörst Sie auch zu den Menschen, die nicht oder nur sehr schlecht allein sein können? Haben Sie öfters das Gefühl, ohne Ihren Partner unvollständig oder irgendwie nur halb zu sein? Möchten SIe am liebsten 24 Stunden rund um die Uhr mit ihm oder ihr zusammen sein oder ihn oder sie keine Minute aus den Augen lassen? Fällt es Ihnen schwer zu vertrauen, kontrollieren Sie ihn oder sie vielleicht sogar manchmal heimlich und schämen sich dafür?
Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen ist ein weit verbreitetes Beziehungsmuster, dass dauerhaft echte Gefühle zum Erlöschen bringt.
Man merkt es den Betroffenen nicht auf den ersten Blick an, denn meist wirken Sie souverän, tough und außerordentlich selbstbestimmt. Sie wissen was sie wollen, so scheint es. Doch wenn sich dahinter ein brüchiges Selbstwertgefühl verbirgt, führt das nicht selten in eine emotionale Bedürftigkeit, dem Gefühl ohne den anderen nichts wert zu sein. Es handelt sich dabei um ein geborgtes oder gespiegelten Selbstwertempfinden. Gibt es jemanden, der mich schätzt, für mich da ist und mir seine Aufmerksamkeit und Bewunderung schenkt, dann kann ich auch mit mir selbst zufrieden sein oder mich okay fühlen. Zeigt mir mein Partner seine bedingungslose Liebe, dann ist das meine Quelle der Selbstliebe und der Beweis, dass ich liebenswert bin.
Je weniger ein Mensch zu Selbstakzeptanz, Selbstfürsorge und Selbstliebe fähig ist, um so mehr braucht er für seine innere Stabilität die Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe des anderen.
Der Beziehungspartner ist dann zuständig für das eigene Selbstwertgefühl. Eine Disbalance entsteht, weil ich mir selbst nicht geben kann, was ich vom anderen brauche.
Menschen, die sich in eine solche emotionale Abhängigkeit verstricken, geben die Verantwortung für Ihr eigenes Befinden an Ihren Partner ab. Dabei leiden sie Höllenqualen. Sie leben in der ständigen Angst, den anderen zu verlieren. Das große Misstrauen lässt Sie die persönlichen Grenzen des anderen durchbrechen, aber auch Ihre eigenen. Sie spionieren, fordern und bitten, manipulieren geschickt und fühlen sich dabei doch innerlich ungenügend, klein und hilflos.
Das Gefühl von Wertlosigkeit vergrößert sich immer weiter, weshalb beziehungsabhängige Menschen ihren Partner ständig kontrollieren.
Das sieht von außen betrachtet regelrecht machtvoll aus, doch in Wirklichkeit ist es die Machtlosigkeit, die das Kontrollbedürfnis steuert, denn die emotionale Abhängigkeit wächst. „Ohne Dich kann ich nicht sein. Du musst für mich da sein.“ Diese Bedürftigkeit ist eigentlich die eines Kindes und sie setzt den Beziehungspartner dauerhaft so unter Druck, dass die Beziehung zum emotionalen Gefängnis wird. Wenn Sie sich in einer dieser beiden Positionen wiedererkennen, ist das eine wichtige Erkenntnis. Reden Sie darüber und versuchen Sie durch diese Klarheit die Beziehungsabhängigkeit zu durchbrechen. Sollte das nicht gelingen, kann es hilfreich sein professionelle Unterstützung zu suchen. Herzlichst Ihre Claudia Bechert- Möckel
Mehr zum Thema emotionale Abhängigkeit finden Sie hier.
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Ich freue mich auf Dich. Liebe Grüße, Claudia
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