„Lass uns reden über Sex“- das Problem mit der Leidenschaft in Langzeitbeziehungen und wie wir es lösen können (Podcast)

Warum die Sicherheit vertrauter Paarbeziehungen zwar wünschenswert ist, aber unserer Lust aufeinander im Wege steht und wie wir unsere Leidenschaft immer wieder neu entdecken können. Was Du schon immer über Sex in dauerhaften Beziehungen wissen wolltest, erfährst Du in diesem Artikel und im Podcast.


Liebe Lust Leidenschaft

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Flaute im Bett, das kommt in Paarbeziehungen viel häufiger vor, als man sich das vorstellen kann. Meine Erfahrung aus der Paarberatung ist leider ziemlich unsexy: Die Menschen haben viel weniger Sex als alle glauben! Und sehr oft haben sie schlechten Sex.

Während wir in der größten Verliebtheit wild übereinander herfallen und gar nicht mehr aus der Kiste kommen, wird es später zwischen Familienalltag und Stress im Job irgendwie dünne mit der Leidenschaft. „Wir haben keine Zeit“, höre ich dann oft, oder „Naja, das ist wahrscheinlich ganz normal, dass das dann irgendwann nachlässt mit dem Sex, das verliert sich irgendwie, wenn man sich dann irgendwann in und auswendig kennt!“. Ehrlich? Nein! Das sind Fake News!

Es ist nicht die mangelnde Zeit, es ist auch nicht der Lauf der Zeit. Schlechter Sex oder keine Lust aufeinander hat ganz andere Gründe. Sie sind ein Symptom für ein tiefer liegendes Problem. In diesem Podcast decken wir die schlimmsten Liebestöter in Paarbeziehungen auf und ich möchte Dir gleich zu Beginn Hoffnung machen mit einer wirklich guten Nachricht! Toller Sex in Langzeitbeziehungen, das geht! Es lässt sich sogar jede Menge Neuland entdecken! Bist Du bereit?

 

 

Beim Zappen in der Mediathek eines öffentlich-rechtlichen Senders bin ich kürzlich bei einer Doku hängengeblieben. Es ging um ein Thema, dass auch in meiner Arbeit mit Paaren regelmäßig ein Thema ist- sexuelles Ödland in der Paarbeziehung.

In dieser Reportage haben Paare ganz offen darüber gesprochen, dass Ihnen über die Zeit irgendwie die Leidenschaft abhanden gekommen ist, oder ein Schattendasein fristet. Leider hat diese Doku nur sehr oberflächlich nach den Gründen für das weitverbreitete „Flaute-im-Bett“- Phänomen gesucht. Die wahren Gründe für die sexfreie Beziehungszone blieben wie fast immer unterm Radar verborgen.

Das hat mich geärgert, dass ich beschlossen habe, diese Podcastfolge dem leidenschaftlichen Sex in Paarbeziehungen zu widmen. Und ich spreche hier nicht von Affären oder One Night Stands, oder on-off Beziehungen. Mir geht es ganz speziell um den Sex in Langzeitbeziehungen, also die Art von Beziehungen, in denen man sich wirklich zueinander bekennt, mit allen Vor- und Nachteilen.

In einer Szene dieser Doku war ein junges Paar zu sehen mit einem kleinen Kind. Die Frau ging sichtlich in Ihrer Mutterrolle auf und war der unübersehbare Mittelpunkt der Beziehung. Sie bildete das Zentrum und fühlte sich wohl damit. Sie erzählte, dass Sie eigentlich kaum noch Lust verspüre. Ihre Liebe gelte Ihrem Kind. So wäre das halt einfach gekommen, sagt sie und lacht leicht entschuldigend und dennoch gut gelaunt.

Ihr Mann sitzt zusammengesunken neben ihr auf dem Sofa wie ein kleiner Junge, schaut sehnsuchtsvoll zu seiner Frau und erzählt bedauernd, dass sie ja auch gar keine Zeit mehr hätten, denn der Kleine bräuchte ja schließlich die ganze Aufmerksamkeit. Ja, es habe sich sehr viel verändert. Seine Haltung war halb resigniert, halb verständnisvoll, insgesamt wirkte er klein gegen seine Frau. Oje, dachte ich- ein kleiner Junge bettelt um Sex- was soll denn das das werden? Ein Trostfick vielleicht?

Mehr wird in dieser Beziehungskonstellation nicht mehr möglich sein, in der das gegenseitige Begehren aus vielerlei Gründen verschwunden ist. An diesem Beispiel lässt sich das häufig anzutreffende Beziehungs-Sex-Dilemma hervorragend erklären.

 

Sex ist Teil der Paarkommunikation, wir bewegen uns dabei auf einem Gelände, das sehr sensibel ist und auf dem wir sehr verletzlich sind.

Hier zeigt sich am ehesten, wie es um die Beziehung steht, Sex ist nur der sichtbare Teil einer unterschwelligen Paardynamik und der Beziehungsbalance. Wie es um den Sex bestellt ist, ist in der Paarberatung für mich daher ein frühzeitiger Indikator für den Zustand der Beziehung. Kein Sex ist meist ein Symptom und selten der eigentliche Grund für das Problem.

Wenn ich mit Paaren über Probleme mit Sex und Leidenschaft in Ihrer Beziehung spreche, dann wird anfangs oft nach biologischen Ursachen und Störungen gefahndet. Schauen wir uns das Thema aber auch auf den tieferen Ebenen der Beziehung an, dann sind es tatsächlich höchst selten die Hormone, der Stress oder ein körperliches Problem, auch wenn das natürlich einen Einfluss haben kann.

 

Unser größtes Sexualorgan sitzt in unserem Kopf!

 

Wie wir uns als eigenständiges sexuelles Wesen zu sehen in der Lage sind, welche Rollen und Identifikationen wir in der Beziehung einnehmen, wie wir mit unserer eigenen sexuellen Entwicklung und Identität vertraut sind und schlussendlich, ob wir uns als Mann oder Frau- ich rede von heterosexuellen Beziehungen- in all unseren Facetten als verschieden, aber gleichwertig wahrnehmen können- das alles beeinflusst nachhaltig die Lebendigkeit und Leidenschaft der sexuellen Beziehung.

Deshalb liegt es mir sehr am Herzen, ein paar dieser Aspekte in diesem Podcast näher zu beleuchten. Denn die Frage, ob wir tollen Sex und eine dauerhafte Beziehung haben können, ist keine naturgegebene feststehende Angelegenheit, die uns irgendwie passiert. Wir können den erotischen Raum unserer Beziehung zusammen neu entdecken, gestalten, zelebrieren. Und dazu möchte ich Dich einladen. Guter Sex ist wunderbar, erfüllend, wild, gefährlich, ein bisschen wie Fliegen und es wäre einfach unfassbar traurig, sich mit weniger zufrieden zu geben.

 

Die drei Ebenen einer Beziehung

In einer Langzeitbeziehung sind wir auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Schaut man genauer hin, lassen sich drei Ebenen der Paarbeziehung ausmachen. Beginnen wir ganz am Anfang der Beziehung, dort, wo Sex, Leidenschaft und Lust eine Hauptrolle in der Beziehung spielen. Wenn wir verliebt sind, ist es die Leidenschaft, die uns verbindet. Wir fühlen uns magnetisch zueinander hingezogen, sehnen und nach der Nähe des anderen, bedenken sie oder ihn mit jeder Menge Aufmerksamkeit, Komplimenten, und Liebe.

Emotional, körperlich und geistig verbinden wir uns und haben das Gefühl, „unseren“ Menschen gefunden zu haben. Das ist ein wunderschönes Gefühl. Aber diese Verliebtheit ist noch keine Beziehung. Auch Affären beginnen mit dieser magischen Anziehungskraft. Es ist der Anfang von etwas und wir sind in einem hormonellen Ausnahmezustand.

Automatisch geben wir dem geliebten Menschen das, was sie oder er braucht, um sich geliebt zu fühlen. Umgekehrt ist es genauso. Uns kommt so viel Liebe entgegen, dass wir uns im siebten Himmel fühlen. In dieser Zeit haben wir jede Menge Sex, es ist beinahe so, als könnte man die Finger nie mehr vom anderen lassen. Wir sind ein Liebespaar, Leidenschaft verbindet uns.

 

Das alles passiert uns, ohne dass wir uns dafür besonders bemühen müssten. Es ist leicht, die verbindenden Signale zu senden und ganz viel Liebe zu machen, wir machen es automatisch. Die Natur macht das mit uns. Es ist die Verliebtheit, die uns in diesen Liebesflash bringt.

 

Ich glaube tatsächlich, dass diese erste Beziehungsphase dazu gemacht ist, dass wir uns überhaupt auf die Beziehung einlassen, uns wirklich zueinander bekennen. Haben wir diesen Schritt geschafft, sind wir nicht mehr nur ein Liebespaar, wir werden auch Freunde und bilden eine Wertegemeinschaft.

Wir fangen an, Ziele miteinander zu entwickeln, wir gehen von gleichen Grundannahmen aus und bilden bestimmte Werte heraus, auf denen wir unser Beziehungshaus bauen. Wir vertrauen uns, unterstützen uns, halten uns den Rücken frei. Die Energie dieser Beziehungsebene ist Freundschaft. Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig Freundschaft für Langzeitbeziehungen ist.

Auf der dritten Beziehungsebene bilden wir dann ein Team, vielleicht auch eine Familie. Wir funktionieren zusammen, teilen Aufgaben, bewältigen den Alltag, entscheiden, übernehmen Verantwortung. Wir werden Eltern und bilden ein eigenes Familiensystem heraus. Die Energie, die diese Ebene der Paarbeziehung trägt, ist Gemeinschaft.

Sind wir erst einmal dort angekommen, hat sich vieles verändert. Wir fühlen uns jetzt sicher, wir haben ein emotionales Zuhause. Wir sind vielleicht verheiratet. Die auf mehreren Ebenen verbundene Beziehung ist eng und vertraut. Wir dürfen uns darauf verlassen, dass der Partner, die Partnerin für uns da ist. Und das fühlt sich beruhigend an, unser Sicherheitsbedürfnis erfüllt sich. Es ist, wie nach Hause kommen. Doch so schön und erstrebenswert das ist, schafft die wachsende Sicherheit aber auch eine Art Gewohnheit, die unser Bemühen um den anderen und um die Liebespaarebene der Beziehung ganz langsam und unmerklich einschlafen lässt.

 

Das hat meiner Meinung nach zwei Gründe:

Während am Beginn der Beziehung die Verliebtheit als eine Art Drogenrausch uns automatisch dazu bringt, die Leidenschaft zu spüren, zu zeigen und auszuleben, ist das in der späteren Beziehung etwas, das man aktiv tun muss.

 

Damit sich unsere Beziehungspartner geliebt fühlen können, braucht es Zeichen der Liebe, Zeit zu zweit, ehrlichen Austausch, Spaß und Freude, emotionale und körperliche Nähe. Sind wir in einer Beziehung, existiert die Leidenschaft nicht im Selbstlauf, wie während der Verliebtheit. Der Raum der Leidenschaft in der Langzeitbeziehung braucht ein aktives Gestalten, wir dürfen etwas tun, um uns als Liebespaar nicht zu verlieren. Wir dürfen Zeit und Energie dafür investieren. Ich sage gern: „Wir müssen diese Ebene der Beziehung füttern- sonst stirbt sie uns einfach weg.“

Und glaube mir, das langsame Siechtum der Leidenschaft in Paarbeziehungen hat viele Gesichter. Meist haben sich die Paare, mit denen ich arbeite in eine sogenannte Funktionsfalle verstrickt. Von den drei Beziehungsebenen, Liebespaar, Wertegemeinschaft und Team/ Familie werden vor allem die letzteren beiden gefüttert.

Hat man erst einmal eine Familie, fließt alle Kraft und Energie in das Familiensystem, die eigentliche Paarbeziehung wird vernachlässigt. Das alles passiert in bester Absicht. Doch die Wirkung ist fatal. Irgendwann ist man nur noch Mutter und Vater, im besten Falle ist da noch Freundschaft, aber die erotische Anziehungskraft ist den Bach runter, im Bett gibt es höchstens noch Versorgungssex a la Standard-Nummer. Die Beziehung hat Ihre Lebendigkeit eingebüßt, sie hat eine feste Basis, aber sie ist erstarrt.

Wenn man sich eine Familie wie ein Universum vorstellt, dann ist die Paarbeziehung das Sonnensystem. Diese Beziehung ist das Zentrum des Universums, die Familie ist die Folge der Paarbeziehung. Die Kinder sind also die Planeten, die um das Sonnensystem kreisen und von ihm gewärmt werden. Immer wieder aber erlebe ich Beziehungen, in denen die Kinder das Sonnensystem darstellen, die Eltern sind die Planeten, die darum herumsausen. Sie sind Äonen voneinander entfernt. Gehen die Kinder eigene Wege, fällt das Universum in sich zusammen, denn das Zentrum ist verschwunden.

Das genau ist dem Paar in der Doku passiert. Die beiden waren Eltern, Freunde vielleicht. Aber als Liebespaar hatten Sie sich voneinander entfernt.

Natürlich kann man so leben, wenn man es bewusst wählt. Aber ich erlebe sehr oft, dass einer der beiden Partner irgendwann doch etwas vermisst so ohne Leidenschaft, Erotik und Sex  und sich neue Wege sucht. Und dann wird es tragisch.

 

Neben der Funktionsfalle ist die Näheüberflutung ein häufiger Sexkiller in längeren Beziehungen.

 

Der berühmte amerikanische Paartherapeut David Schnarch, den ich sehr schätze, spricht in seinem Buch „Intimität und Verlangen“ von Verschmelzung. Und auch dieses Phänomen treffe ich in meiner Arbeit mit Paaren regelmäßig an.

Wie ich es schon angedeutet habe, ist die Sicherheit, das Vertrauen, die Gewohnheit der gewachsenen Beziehung ein wunderbarer Boden für Freundschaft und Gemeinschaft. Diese Ebenen bringen und näher zueinander. Aber genau diese für bestimmte Aspekte der Beziehung so wunderbare Vertrautheit ist für die leidenschaftliche Anziehungskraft ein Desaster. Es ist einfach schwer bis unmöglich, jemanden zu begehren, der immer da und verfügbar ist, dessen man sich zu sicher ist. Die Spannung der Anziehungskraft braucht eine gewisse Distanz, ein Sehnen. Wie soll man sich angezogen fühlen, wenn man doch schon nahe beieinander ist?

 

Wenn wir uns in und auswendig kennen, wenn wir alles miteinander teilen, woher soll dann noch die Freude am Entdecken kommen?

 

Leider wollen wir alles. Wir wollen ein Liebespaar sein, Freunde natürlich und auch ein Team, bzw. eine Familie gründen. Die Bedürfnisse der unterschiedlichen Beziehungsebenen widersprechen sich aber. Für Familie Freunde ist viel Nähe und Sicherheit super, für den Sex ist die Gewohnheit der Tod.

In lebendige Paarbeziehungen, die auf allen drei Ebenen, Leidenschaft, Freundschaft und Gemeinschaft gelingen, bewegen sich die Partner in einer Art Tanz von Distanz und Nähe. Sie schaffen es, sowohl Vertrautheit herzustellen, als sich auch eine gewisse Fremdheit zu bewahren. Sie sind verbunden, und Sie bleiben als Einzelpersonen und Individuen in Ihrer Autonomie.

 

 

Eine lebendige Paarbeziehung braucht ein starkes Ich und ein starkes Du

Eigenständig in Verbindung zu sein, dass ist für mich die perfekte Beschreibung einer lebendigen Beziehung. Ich bin ICH und Du bist DU. Wir sind verschieden und zusammen gestalten wir ein WIR.

Aber wir gehen nicht in diesem WIR auf wie in einem vergrößerten ICH. Wir verschmelzen nicht zu einer Einheit, wir stellen Einheit für bestimmte Bereiche her. Wir sind auf Augenhöhe, ebenbürtig. Wir sind uns selbst wichtig und wir sorgen selbst für uns, ohne uns bedürftig zu machen. Wir dürfen uns entwickeln, sowohl als Person als auch miteinander. Wir geben etwas in die Beziehung hinein, zu der wir uns bekennen- aber das tun wir aus Freiwilligkeit und nicht aus Abhängigkeit.

Auf diese Weise lässt sich die Anziehungskraft einer langen Beziehung erhalten, sie entsteht immer wieder neu, weil sich beide verändern und wachsen können und doch verbunden bleiben. Es ist ein bisschen wie Tango tanzen. Für mich der Tanz, der den ewigen Tanz von Distanz und Nähe am besten symbolisiert.

Es gibt ein Gedicht von Khalil Gibran, dass ich schon mal in einem anderen Podcast erwähnt habe- dass dieses eigenständig in Verbindung sein auf wunderbare Weise abbildet. Das Stück heißt „Von der Liebe“ und hier kommt ein Ausschnitt:

 

… Aber laßt Raum zwischen euch.

Und laßt die Winde des Himmels zwischen euch tanzen.

Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:

Laßt sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seele sein.

Füllt einander den Becher, aber trinkt nicht aus einem Becher.

Gebt einander von eurem Brot, aber eßt nicht vom selben Laib.

Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich,

aber laßt jeden von euch allein sein.

So wie die Saiten einer Laute allein sind und doch von derselben Musik erzittern.

Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut.

Denn nur die Hand des Lebens kann eure Herzen umfassen.

Und steht zusammen, doch nicht zu nah:

Denn die Säulen des Tempels stehen für sich,

Und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.

 

Es gibt unzählige Beziehungen, die auf einseitiger und wechselseitiger Abhängigkeit beruhen. Einer ist groß, der andere klein. Einer stark, der andere schwach. Einer bedürftig, der andere gebend. Auch das „Brauchen“, die Bedürftigkeit schafft Nähe und Sicherheit. Aber die Abhängigkeiten verletzten den Wunsch nach Freiwilligkeit. Das Geben wird zur Verpflichtung und das wiederum macht Sex zur Quelle der Versorgung oder zum Ausgangspunkt einer Anspruchshaltung.

So ähnlich muss es auch dem Paar in der eingangs genannten Doku ergangen sein. Sie war die Mutterfigur, er der kleine Junge. Bedürftig. Ein Abhängigkeitsverhältnis ist hier wahrscheinlich. Die beiden waren sichtbar nicht auf Augenhöhe.

 

Kennst Du schon den “Leben-Lieben-Lassen”-Podcast auf Apple Podcasts und Spotify?

 

Dahinter stirbt jede Freude und Leidenschaft ab. Der Versorgungssex wird oft praktiziert, weil die sterbende Lust und Anziehungskraft mit Forderungen und Kritik zurückerlangt werden soll. In diesem Artikel/ Podcast zum Thema emotionale Abhängigkeit beschreibe ich ein Paar, bei dem der eingeforderte Sex beinahe die Beziehung geschreddert hätte. Erst als die wechselseitige Abhängigkeit aufgelöst war, wurden Sex und Erotik in der Beziehung wieder lebendig auf eine authentische Weise.

Da ich auf Thema „Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen“ schon sehr ausführlich auch in diesem Artikel eingegangen bin, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter in die Tiefe gehen. Es lohnt sich aber durchaus, diese Artikel noch einmal zu lesen, wenn Dich das Thema anspricht.

 

 

In jeder Beziehung gibt es eine/n, der mehr und eine/n, der weniger Sex möchte

Hat Sex etwas mit Macht zu tun? Ja, durchaus. Und zwar auf eine Art, wie Du Dir das vielleicht gar nicht vorgestellt hast. Im Grunde verhält es sich so: In jeder Beziehung gibt es einen Partner, der weniger Sex möchte und den oder die andere, die mehr Sex möchte. Bis dahin ist daran nichts Seltsames. Das Problem allerdings besteht darin, dass der- oder diejenige, die weniger Sex möchte, die Macht über den Sex hat.

 

Wer weniger Bedürfnis nach Sex hat, bestimmt nämlich darüber, wie viel der andere davon bekommt.

 

Sie oder er hat die Macht über den Sex, allerdings ist diese Macht schrecklich, weil man sich ihrer bewusst ist und schwer unter dieser Verantwortlichkeit leidet. Es ist eine Macht, die niemand haben will. Diese Verantwortung für die Bedürfniserfüllung des anderen zu spüren, verhindert oft genug die eigene Lust. Und so entsteht ein Teufelskreis: Wer mehr Sex möchte, hat das Gefühl ständig darum bitten zu müssen. Der/ die Partner/in mit dem geringeren Sexbedürfnis verspürt kaum noch Lust, weil die Erwartungshaltung die Leidenschaft tötet.

Es ist ein Paradoxon und es ist nicht ganz einfach zu verstehen. Den Paaren, mit denen ich online oder vor Ort arbeite, male ich diesen Sex-Teufelskreis aus ungewollter Macht und verzweifelter Ohnmacht auf. Und natürlich arbeiten wir an einem Ausstieg aus dieser fatalen Dynamik.

 

 

Für leidenschaftlichen, erfüllenden und heißen Sex braucht es die drei großen Wörter mit „F“: Freiheit, Freude und Frivolität.

Wirklich geilen Sex haben wir nicht zwischen Alltagsstress, Telefon und Abendessen mit den Kids. Für Erotik braucht innere Entspanntheit, ein Wohlgefühl, eine Insel nur für uns als Paar. Das meine ich mit Freiheit- Freiheit im Kopf, einen Freiraum an Zeit und eine Freiheit von den vorhin genannten Abhängigkeiten und Versorgungsansprüchen in Beziehungen. Freiwilligkeit ist das Gegenteil von Erwartungen. Für ein „Ich will“ können wir kein „Ich muss“ ertragen. Freiheit heißt aber auch, dass ich frei genug bin, meine heißtesten Träume aussprechen und leben zu können.

Freude beim Sex steht für ein mich und meinen Körper mögen, mich fallenlassen können, mich hingeben vielleicht, für Entdecken des Anderen und neuer Möglichkeiten, für Neugierde, genießen können. Was macht mich an? Auf was stehe ich wirklich, an was hab ich Spaß? Beim Sex können wir spielerisch die Rollen tauschen, wir können mit Macht und Ohnmacht spielen, uns unterwerfen und dominieren. Das Bett kann eine Spielwiese sein, auf der wir Facetten unseres Selbst entdecken und in dunkle Ecken schauen, in die wir uns allein nie hinwagen würden.

Frivolität- ich weiß, ein altmodisches Wort. Aber es beschreibt absolut treffend, was heißer Sex wirklich braucht: Geilheit, Ursprünglichkeit und Schmutz. Heißer Sex ist nicht clean und steril. Er ist wild und schmutzig. Unsere sexuelle Identität kann eine ganz andere sein, als die, die wir in unserem Alltag leben. Gerade das macht es ja so reizvoll. Und ja, es braucht auch Mut, sich auf diese Weise zu zeigen.

Was macht uns an? Dirty Talk, Pornos, ein Besuch im Swinger Club, Sex an belebten Orten, Spielzeug,  BDSM , andere Partner, what ever. Es ist alles möglich auf das wir uns einigen, wenn beide daran Gefallen finden, wenn wir uns trauen, solange wir niemanden verletzen der das nicht will. Bevor man allerdings seine heißesten Fantasien ausspricht, braucht es erst einmal die eigene Beschäftigung mit eben diesen feuchten Träumen.

 

 

Die Polarität von Paarbeziehungen- der männliche und der weibliche Aspekt

Das Thema der Polarität in Paarbeziehungen wird häufig falsch verstanden oder missverständlich verwendet. Die Verschiedenheit von Männern und Frauen soll verschwinden, wird verleugnet oder für ungut gehalten. Wir sollen gleicher werden, weil das mit Gleichberechtigung gleichgesetzt wird. Ich will da gar nicht in die Tiefe gehen oder diskutieren. Jeder darf seine Meinung haben. Aus Sicht der Anziehungskraft  kann ich Dir aber sagen: unsere Biologie schert sich einen Dreck um unsere Genderdebatten. Wir sind nicht nur ein Verstand, der Debatten führt. Wir haben auch einen Körper, der ein altes evolutionär gewachsenes System ist. Und wir haben Gefühle.

Betrachtet man heterosexuelle Beziehungen ist es einfach so: Wir sind als Mann und Frau verschieden, aber absolut gleichwertig. Wir sind zwei Pole, die Spannung dazwischen kommt aus der betörend anziehenden Verschiedenheit. Das ist auch ein animalischer Trieb und weniger eine Denkentscheidung.

 

Je gleicher wir uns machen, umso weniger sexuelle Leidenschaft. Denn die braucht eine gewisse „Fremdheit“.

 

Und auch hier geht’s wieder um Balance: natürlich ist es okay, sich den Alltag zu teilen und das alte Rollenverständnis von „wer macht was“ auszuhebeln. Aber in punkto sexueller Erregung und Anziehungskraft ist es eben genauso wichtig, seine männlichen und weibliche Aspekte zu leben, anstatt sie zu leugnen. Wobei die männlichen Aspekte genausogut von Frauen gelebt werden können und umgekehrt, wenn das Prinzip der Polarität gelebt werden kann. Man kann das sehr gut in homosexuellen Beziehungen sehen, wo Aspekte der Polarität genauso vorzufinden sind wie in Heterobeziehungen. Es wird aber viel spielerischer damit umgegangen, so mein Eindruck.

Ich muss dabei immer an einen Film denken, in dem sich die Protagonistin nach einer Beziehung zu einem Macho einen echten Frauenverstehertyp gesucht hatte. Der Neue war nett, verständnisvoll und soft, ideal als Vater für den Nachwuchs, der dann auch bald kam. Der Plan ging auf. Gevögelt hat sie dann aber doch den unabhängigen Freigeist, den einsamen Wolf, der eine Etage tiefer wohnte, weil der so männlich war.

Du verstehst was ich meine: lieb sein ist nicht Liebe, Anpassung ist nicht Anziehungskraft. Wir brauchen eine Balance, auch als sexuelle Wesen.

Am besten symbolisiert sich diese Balance für mich im Bild von einem König und einer Königin. Eine Königin zu sein ist mein Bild von gelebter Weiblichkeit. Eine Königin ist machtvoll und souverän, sie hat Größe und ist sich Ihrer Würde bewusst. Aber sie dient auch, dem Königreich, sich selbst und Ihren Idealen. Sie steht im Dienst einer Sache, in dem Falle der Beziehung. Dabei verliert sie aber nie Ihre innere Größe, ihre Strahlkraft, Ihre Autonomie. Und sie liebt natürlich und zwar mit Hingabe.

Ich glaube, ich habe das Bild vom Lieben, Dienen und Führen zuerst bei Veit Lindau gelesen, der eben diese Ebene der Paarbeziehung wunderbar umfasst, wenn auch mit anderen Worten.

Wie sieht es bei Dir aus, fühlst Du Dich wie eine Königin oder ein König? Behandelst Du Dich selbst und Dein Gegenüber so? Hast Du einen König oder eine Königin an Deiner Seite? Oder ist da ein Diener, oder eine Dienerin, oder bist Du selbst in dieser Rolle?

Auch hier kann es sich lohnen, ehrlich und authentisch mit oder ohne Unterstützung hinzuschauen und vielleicht auch die Dynamik zu verändern- für eine neue Beziehungsbalance und eine neue Anziehungskraft.

 

 

Unsere Rollen und Funktionen in der Partnerschaft

Unsere Persönlichkeit hat viele Facetten. Hast Du Dich schon einmal gefragt, welche Rollen und Funktionen Du in Deiner Paarbeziehung einnimmst? Vielleicht bist Du Mutter, Freundin, Frau und Partnerin, manchmal vielleicht auch das kleine Mädchen oder die Chefin oder die Kampfzicke- hoffentlich, aber wie steht es mit der Geliebten, dem Weib, der Verführerin, der Abenteurerin oder der Geheimnisvollen?

Ich glaube, es ist eine Frage der Entwicklung, nach und nach alle möglichen Facetten seines selbst zu entdecken, zu entwickeln und zu leben. Da gibt es eben auch dunkle und geheimnisvolle Anteile. Und die sollten in unserem eigenen Leben und schon gar beim Sex nicht fehlen.

Wer bin ich und wer möchte ich sein? Welche Anteile in mir werden in dieser Beziehung stark ausgelebt und welche fehlen oder dürfen kaum Raum einnehmen? Dieser Frage lohnt es sich nachzugehen und das gilt ebenso für Männer.

 

 

Den erotischen Raum der Beziehung öffnen, gestalten und zelebrieren

Deine Beziehung hat verschiedene Räume, im übertragenen Sinne, die Ihr Euch teilt. Es gibt den Alltagsraum, das Kinderzimmer, die Küche, den Familienraum, vielleicht auch den Freizeitraum und Elternraum, einen Partykeller vielleicht. Meist haben wir auch einen Funktionsraum, einen Raum der Auseinandersetzungen und eine Abstellkammer für Ungeklärtes. Man kann sich ein Beziehungshaus vorstellen, in dem all diese Räume Platz haben. Und wir können uns fragen, wo wir uns am meisten aufhalten und wo am liebsten? Welche Türen stehen offen und wo ist zugeschlossen? In welchem Raum waren wir schon lange nicht mehr?

Und wie steht es mit dem erotischen Raum? Wo befindet der sich in Deinem Beziehungshaus? Ist es ein zentraler Raum, der liebevoll und einladend gestaltet ist oder ist es eine Abstellkammer im Keller.

Bist Du gerne dort oder machst Du lieber einen Bogen darum? Nehmt Ihr Euch Zeit, Euch hier zu treffen oder zu verabreden? Ist dieser Raum einladend und anregend? Wartest Du darin vergeblich und bleibst allein? Würdest Du gern hierhin eingeladen werden?

Was müsste passieren, dass Ihr Euch hierhin einladet? Hast Du schon einmal mit Deinem Partner darüber gesprochen?

Mit solchen Bildern lässt sich wunderbar arbeiten, um herauszufinden wie die Öffnung des erotischen Raumes der Beziehung wieder möglich wird und wie man sich gegenseitig verführen kann, weitab von den sonstigen Rollen und Funktionen des Alltags.

Sich dafür Zeit zu nehmen, Sex und Leidenschaft zu zelebrieren und sich in diesen Raum zurückzuziehen braucht bewusste Handlungen und es braucht offene Gespräche. Ich rate Paaren zum Beispiel jeder eine Liste zu machen mit den heißesten Wünschen und Fantasien, die man selbst in Bezug auf Sex hat. Das ist für viele gar nicht so einfach. Hab Mut. Schreib alles auf, was Dich anmacht und Dir Lust bereitet.

Und dann kommt die Stunde der Wahrheit. Sich gegenseitig seine intimen Geheimnisse zu verraten, ist mutig, seine erotischen Wünsche zu gestehen, und sich damit zu zeigen, kann unglaublich prickelnd und anregend sein. Es schafft eine verführerische Verbindung zwischen Euch. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihr dabei ins Staunen kommt. Traust Du Dich?

 

 

Zusammen sexuelles Neuland erobern

Zu Beginn der Beziehung, wenn wir jede Menge Sex miteinander haben und total heiß aufeinander sind, ist die Bereitschaft sich zu verführen riesengroß. Schnell stellt sich heraus, wie jeder der beiden es am liebsten mag. Es ist wie mit unserem Lieblingsgericht. Wir haben Präferenzen. Stellen wir uns also vor, Du stehst auf Spaghetti mit Tomatensoße und Dein Partner mag am liebsten Frikadellen.

Also gibt es von jetzt an abwechselnd Spaghetti und Frikadellen. Für immer. Schrecklich öde, oder? Vielleicht musst Du jetzt grinsen, aber genau so ist es in vielen Paarbeziehungen. Da wird dann einfach nix mehr ausprobiert, nie über den Tellerrand geschaut.

Für immer Spaghetti oder Frikadellen, bis es einen zu den Ohren rauskommt oder man sexuell gesehen vor Langeweile stirbt. Vielleicht würde der einzelne gerne mal nach neuen Rezepten Ausschau halten, oder nascht heimlich anderswo. Aber mit dem Partner darüber zu reden, wird eben häufig unterlassen. Ich denke, dass Du denkst ist dabei die irrtümliche Annahme.

 

 

 

Wie ein schlechtes Selbstbild uns die Lust am Sex vermiest

„Ich mag meinen Körper nicht und deshalb schäme ich mich beim Sex und bin irgendwie verhalten.“ Das höre ich ziemlich oft. Und ich möchte Dir sagen: Geiler Sex hängt nicht von einer perfekten Figur oder Deinem Alter ab. Auch das sind Fake News, die durch all diese Bilder entstehen, die uns medial permanent begegnen.

Sich sexy zu fühlen hängt vor allem davon ab, ob Du Dich magst, wie Dein Verständnis davon ist, was es bedeutet eine Frau oder ein Mann zu sein. Und natürlich braucht es die Fähigkeit, beim Sex mal raus aus dem Kopf zu kommen und sich nicht andauernd zu überlegen: „Wie sehe ich jetzt grad von außen aus?“ Wirklich leidenschaftlicher Sex ist das Gegenteil von Denken, es ist Loslassen.

Rede mit Deinem Partner darüber, was Du brauchst, um Dich in intimen Momenten wohler zu fühlen. Vielleicht ist Dir Kerzenlicht lieber als steriles OP-Saal-Licht? Vielleicht hast Du Lust, reizvolle Wäsche zu tragen? Was müsste passieren, dass Deine Lust weckt. Wie lässt sich das realisieren?

Darüber nachzudenken ist sehr viel lösungsorientierter, als ständig darüber zu grübeln, warum es nicht geht.

„Ich hatte noch nie einen Orgasmus beim Sex“, dieses Geständnis habe ich schon von Frauen aller Altersklassen gehört. „Vielleicht geht es bei mir gar nicht!“. Obwohl wir in einer übersexualisierten Welt leben, ist das immer noch ein Tabu.

Und wenn es Dir auch so geht, dann sage ich Dir: Das lässt sich ändern. Vielleicht fängst Du damit an, es Dir selbst zu machen. Mach Dich vertraut mit Deiner Lust, die sich bei den meisten Frauen am besten über die Klitoris stimulieren lässt. Dafür gibt es auch jede Menge Toys, wie zum Beispiel den Satisfyer, ein kleiner handlicher Vibrator, der dafür wirbt jede Frau zum Orgasmus zu bringen.

Je mehr Du mit Dir selbst in love bist, um so besser kannst Du auch Deinem Partner zeigen, was Dich wirklich in Fahrt bringt.

 

Und gelöste Konflikte sind ein echter Liebestöter

Es gibt zum Thema Sex in Beziehungen noch sehr viel mehr zu sagen. Aber ich möchte diesen Podcast nicht ewig ausdehnen. Eine Sache ist mir allerdings noch ganz wichtig. Einer der ganz großen Liebestöter in Paarbeziehungen sind ungelöste Konflikte und permanenter Streit. Wer sich gegenseitig verletzt und abwertend, wer Berge von ungelöstem Beziehungsmüll zwischen sich aufgetürmt hat und auch sonst wenig Liebe füreinander übrig hat, verhindert erfüllenden Sex in der Beziehung regelrecht. Genauso wie eine Näheüberflutung die Anziehungskraft schmälert, sorgt auch die emotionale Entfremdung für eine sexfreie Zone.

 

Zusammenfassung:

„Unsere Beziehung funktioniert gut, wir sind ein gutes Team und auch als Familie läuft es ganz gut bei uns, nur mit der Leidenschaft ist es nicht mehr so dolle, wir kennen uns halt schon so lange .Vielleicht ist es auch ganz normal, dass mit den Jahren die Anziehungskraft nachlässt und es im Bett nicht mehr so läuft?“

Ich glaube das ehrlich gesagt nicht, auch wenn es in vielen Langzeitbeziehungen genau so passiert. Damit die Anziehungskraft und die Leidenschaft erhalten bleiben, ist es aber wichtig einige Beziehungsgesetzmäßigkeiten zu beachten. Eines davon ist das Prinzip von Gaspedal und Bremse.

Stell Dir die Leidenschaft und körperliche Anziehungskraft in Deiner Beziehung vor wie eine Spritztour in einem Sportwagen mit vielen PS.

Damit Du den Rausch der Geschwindigkeit oder eben der Leidenschaft genießen kannst, brauchst Du das Gaspedal. Das Gaspedal in Ihrer Beziehung ist alles, was man aktiv tut, um die gegenseitige Anziehungskraft zu erhöhen. Gibt es einen erotischen Raum in der Beziehung und Inseln der Intimität im Alltag? Seid Ihr auf Augenhöhe? Kümmert Ihr Euch ausreichend um Eure eigenen Bedürfnisse? Gibt es individuellen Freiraum? Seid Ihr ehrlich in Bezug auf Eure heißesten Wünsche und Fantasien? Verführt Ihr und werdet verführt? Wie sieht es aus mit Euren Rollen und Funktionen innerhalb der Beziehung? Seid Ihr mehr als Freunde oder ein Team?

Je mehr Ihr in diesen Dingen aufs Gaspedal tretet, umso anziehender werdet Ihr einander finden. Leider ist damit nicht alles gut. Denn in jeder Beziehung stehen wir auch auf der Bremse. Mangelnde Zeit für einander, ungeklärte Themen, familiäre Belastungen, dauernder Streit, Abwertung, Sprachlosigkeit, gegenseitige Verletzungen oder ein ungleiches Kräfteverhältnis und alte Kränkungen die zwischen den Partnern stehen, bremsen unsere Leidenschaft und Intimität. Kein Bock mehr auf romantische Stunden.

Wenn solche und andere Themen längere Zeit die Beziehung belasten, und das geschieht sehr häufig in Langzeitbeziehungen, dann bremst das die Leidenschaft auf ein Minimum runter. Es nützt Ihnen nichts, wenn wir viele PS und einen chicen Sportwagen haben, der theoretisch schnell fahren könnte.

Je weniger wir Gas geben und je mehr wir bremsen, umso langsamer fahren wir, um so leidenschaftsloser wird die Beziehung. Und wenn Zärtlichkeiten, Nähe und Berührung sowie Romantik fehlen, wozu führt das? Genau, zu noch weniger Leidenschaft.

Deshalb mein Tipp für alle, die die Anziehungskraft, Sex und Leidenschaft in ihrer Beziehung wieder auf Hochtouren bringen wollen: Macht Euch klar, was Eure Leidenschaft belastet und was zwischen Euch steht. Redet miteinander, beendet das Schweigen und macht Euch ehrlich. Räumt den Beziehungsmüll auf, wenn nötig auch mit professioneller Unterstützung. Geht von der Bremse und dann gebt Gas.

Warte nicht, bis irgendetwas passiert. Sei selbst das, was Du Dir vom anderen wünschen. Dann klappts auch mit dem Partner.  Das wünsch ich Dir von Herzen.


 

Natürlich kann das zum Thema Sex nur ein Abriss sein. Es gibt unendlich viel dazu zu sagen, das sprengt den Rahmen dieses Podcasts. Ich möchte Dich inspirieren, Dir Mut machen.

Redet über Sex, probiert Euch aus, macht Euch verletzlich. Gebt Euch nicht mit weniger zufrieden. Entdeckt ungeahnte erotische Räume.

Wenn Ihr Hilfe braucht, zögert nicht einen Paartherapeuten aufzusuchen! Aber Achtung. Ich habe von Klienten gehört, dass auch viele Paartherapeuten das Thema Sex stiefmütterlich behandeln und lieber drumherum reden. Macht Euch da also am besten vorab ein Bild.

Bis dahin alles Liebe, Deine Claudia

Weitere Artikel zum Thema Leidenschaft in Paarbeziehungen: “Wo, bitte gehts denn hier zur Leidenschaft?”- Tipps für aufregenden Sex in Langzeitbeziehungen


 

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