Wie ändere ich meinen Mann? Über die Lust, den Partner zu verändern (Radiosendung)

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„Wie ändere ich meinen Mann?“ Das ist eine Frage, die mir in der Arbeit mit Paaren immer wieder begegnet. „Am besten gar nicht!“ ist meine regelmäßige Antwort. Warum, das erfahren Sie in diesem Mini-Podcast.


Wie ändere ich meinen Mann

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Auch wenn das Verhalten des Beziehungspartners manchmal aus unserer eigenen Sicht anstrengend und unverständlich sein kann- das Herumerziehen am Partner ist selten eine gute Idee. Zum einen kommt eine fatale Botschaft bei unserem Beziehungspartner an, wenn wir ständig nörgeln, kritisieren, verbessern. Das ewige Gemecker bedeutet nämlich in den Ohren des Kritisierten: “So, wie Du bist, bist Du nicht okay. Sei anders, damit ich Dich lieben kann!“

Aber alle Menschen wollen so angenommen werden, wie sie sind. Das ist eines unserer Grundbedürfnisse.

Deshalb ist es sinnvoll, Mensch und Verhalten zu trennen. Sich über eine konkrete Situation zu beschweren ist etwas vollkommen anderes, als das ganze Wesen des Partners in Frage zu stellen: “Immer musst Du alles rumliegen lassen…!“, „Nie bist Du für mich da!“, „Kannst Du denn nicht ein einziges Mal zuverlässig sein?“

Die andere negative Seite am Verändern wollen des Partners ist die: Habe ich mir erst einmal durch jahrelanges Zurechtstutzen und Herumerziehen einen Partner geformt, der mir alles recht macht und sich vollkommen nach mir ausrichtet- dann verliere ich, oh Wunder, ganz schnell die Achtung! Der Grund dafür ist einfach.

Eine Beziehung lebt nicht nur von Gemeinsamkeiten, sondern auch davon, dass zwei Partner anders, aber gleichwertig sind. Es ist so, als würde sich zwischen zwei Polen ein Spannungsfeld aufbauen. Werden wir zu gleich, erstirbt jede Spannung und jede Anziehungskraft.

Niemand ändert sich weil wir das wollen. Da hilft auch kein Meckern und Nörgeln. Die Tür zur Veränderung geht nur von innen auf. Veränderung folgt dem Sog und nicht dem Druck. Was bleibt ist also selbst der ideale Partner zu sein, oder das zumindest ansatzweise zu versuchen. Die Bereitschaft auf unsere Wünsche und Bedürfnisse steigt, wenn wir bitten, anstatt zu fordern und wenn wir selbst durch unser Verhalten zeigen, dass uns etwas am anderen liegt.

Und auch das hilft, mit dem Herumerziehen am Anderen aufzuhören: Vergessen Sie die Sache mit dem Märchenprinz und versuchen Sie mit 80 Prozent zufrieden sein.

Niemand ist perfekt, kein Mensch und keine Beziehung. Wenn wir wollen, dass wir akzeptiert werden mit allen Ecken und Kanten, dann wäre das auch gut, dem anderen zuzugestehen. Natürlich können Sie sich über die Eigenheiten und Marotten des anderen ärgern. Sie müssen keineswegs alles gut finden. Aber gewöhnen Sie sich am besten daran, dass Ihr Partner nie ganz Ihren Vorstellungen entsprechen wird. Und das ist auch gar nicht nötig.

Schließlich fanden Sie diesen Menschen mal so anziehend, weil er so ganz anders war als Sie selbst. Nur dass das, was wir am Anfang der Beziehung so fremd und anziehend finden später anstrengend zu werden.

Der schweigsame Partner, der nicht über Gefühle spricht, strahlte früher Ruhe aus. Der Mann, der heute in Ihren Augen verschwenderisch mit Geld umgeht, den haben Sie früher als großzügig angesehen. Stimmts?

In der Paarberatung gibt es eine Weisheit: „Männer wünschen sich, dass Ihre Frauen so bleiben wie sie mal waren, Frauen wünschen sich, dass Ihre Männer sich ändern- und beide tun es nicht!“ Und wenn man das so sieht, ist es wenigstens gerecht!

Herzlichst, Ihre Claudia Bechert.

Hier können Sie den Artikel als Mini-Podcast anhören.



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Ich freue mich auf Dich. Liebe Grüße, Claudia

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