Unsere Bindungsmuster entstehen durch prägende Beziehungserfahrungen in unseren frühen Jahren. Sie beeinflussen unsere spätere Beziehungsfähigkeit, unsere Partnersuche und unsere Paarbeziehungen. Mehr dazu in diesem Mini-Podcast.

Warum ist das immer so schwierig mit Beziehungen, warum ziehe ich immer die gleichen Partner oder Partnerinnen an? Wieso komme ich irgendwann in jeder Beziehung an den gleichen Punkt?
Wenn Klienten mit diesen Fragen zu mir kommen, geht es vor allem darum, die vorhandenen Bindungsmuster anzuschauen. Diese entstehen in unseren frühen Lebensjahren durch die Beziehung zu unseren Eltern. Das sind die ersten Beziehungserfahrungen unseres Lebens und sie prägen sich tief in unser Bewusstsein ein.
Je nachdem, wie die emotionale Versorgung in unseren Herkunftsfamilien war, ob wir uns sicher, geborgen und geliebt gefühlt haben als Kind- oder abgelehnt, unwichtig oder ungeliebt oder auch unsicher gebunden, so wird sich in unseren späteren Liebesbeziehungen als Erwachsene auswirken.
Unsere kindlichen Erfahrungen mit der Liebe sind dahingehend wichtig, ob wir Wärme und Geborgenheit empfangen und fühlen können. Oder aber auch, ob wir die Liebe mit Angst und seelischem Schmerz verbinden.
Wenn wir als Kind von unseren Eltern nicht ausreichend oder gar nicht geliebt wurden, entsteht in uns Kindern ein stetiger Mangel an Liebe. Unsere gesamte Kindheit kämpfen wir in unterschiedlichen Arten um die Liebe unserer Eltern: wir buhlen um ihre Aufmerksamkeit, wir suchen die seelische Nähe und körperliche Umarmung, wir schmeicheln ihnen, wir verbiegen uns für jegliche emotionale Zuwendung.
Es gibt aber noch eine andere kindliche Reaktionsmöglichkeit: wir sind wütend, wir rebellieren, wir ziehen uns in uns selbst zurück. In beiden Varianten geht es nur um eines: wir wollen geliebt werden und ein vollwertiges Mitglied der Familie sein und dazuzugehören. Wir wünschen uns Annahme und emotionaler Wärme.
Kinder, die keine oder wenig Liebe bekommen, suchen stets bei sich selbst nach Gründen, um ihre Eltern zu verstehen. So entwickeln sich über die Jahre Glaubenssätze, wie beispielsweise nicht liebeswert zu sein, nicht zu reichen, sich Liebe und Wärme verdienen zu müssen.
Der seelische Schmerz wird abgewehrt und ins Unterbewusste verdrängt. Nur so kann diese Phase psychisch überlebt werden.
Denn hier entscheidet sich, ob wir emotional satt und bindungsfähig sind oder ob wir hungrig durchs Leben gehen und unsere Bindungsfähigkeit im Erwachsenenalter erst mühsam entwickeln dürfen.
In diesem Falle suchen wir unser ganzes Leben lang nach Liebe, strengen uns dafür an, verbiegen uns und fühlen uns doch nie liebenswert. Oder aber, Beziehungen werden abgelehnt, andere Menschen auf Distanz gehalten und Gefühle möglichst auf Eis gelegt, um nie wieder verletzt zu werden.
Wenn Ihnen etwas davon bekannt vorkommt und Sie Probleme damit haben, macht es Sinn sich auf die Suche zu machen nach den eigenen prägenden Bindungsmustern. Denn was wir früh in unserem Leben gelernt haben, ist nicht in Stein gemeißelt. Wir können unsere Bindungsmuster bewusst beeinflussen.
Das können Sie allein, mit Ihrem Partner oder auch mit professioneller Beratung machen. Denn es ist nie zu spät, für eine gute Kindheit!
Herzlichst, Ihre Claudia Bechert- Möckel

Ich freue mich auf Dich. Liebe Grüße, Claudia










